Gesundheitsforschungsrat

Der Gesundheitsforschungsrat wurde 1990 eingerichtet. Ihm gehören im Wesentlichen Vertreter der großen Forschungs- und Forschungsförderorganisationen aus dem In- und Ausland an. Er berät das Bundesministerium für Bildung und Forschung in übergreifenden Fragen der Gesundheitsforschung und bei der Gestaltung des Gesundheitsforschungsprogramms. Er stellt aufgrund seines breiten Sachverstands und seiner Mitgliederstruktur eine wichtige Kommunikations- und Beratungsplattform für die Gesundheitsforschung insgesamt dar.

Den Gesundheitsforschungsrat unterstützen ein Wissenschaftlicher Ausschuss (WA), ein Medizintechnischer Ausschuss (MTA) sowie ein Ausschuss der nicht-universitären Forschungseinrichtungen in der Gesundheitsforschung (ANF). Die konkreten Aufgaben sowie die Zusammensetzung des GFR und seiner Ausschüsse sind in einer Geschäftsordnung geregelt.

 
Der Wissenschaftliche Ausschuss berät das Bundesministerium für Bildung und Forschung fachlich bei der Weiterentwicklung des Gesundheitsforschungsprogramms hinsichtlich der biomedizinischen bzw. klinischen Forschung und bei Forschungen zum Gesundheitswesen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsforschungsrat bewertet er neue Themenvorschläge und Förderkonzepte, evaluiert laufende Fördermaßnahmen und formuliert Empfehlungen zu inhaltlichen und strukturellen Perspektiven der Forschungslandschaft.

Der Medizintechnische Ausschuss berät das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Projekt- und institutionellen Förderung in der Medizintechnik. Er formuliert Empfehlungen auf der Programm- und Schwerpunktebene und votiert zur Ausgestaltung des Medizintechnischen Aktionsplans, einer übergreifenden Förderstrategie, in der die für die Medizintechnik relevanten Programme und Aktivitäten des BMBF zusammengefasst sind.

Der ANF bietet sowohl den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Gesundheitsforschung (MPG, HGF, WGL, FhG, den Forschungseinrichtungen der Länder) als auch den in der Gesundheitsforschung tätigen Ressortforschungseinrichtungen des Bundes eine Kommunikationsplattform, die Vorschläge für eine Intensivierung der Zusammenarbeit erarbeiten kann. Darüber hinaus bearbeitet der ANF Themen von übergeordneter Bedeutung für die nicht-universitären Forschungseinrichtungen in der Gesundheitsforschung, bei denen eine gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen sinnvoll ist. Er formuliert Vorschläge zur Zusammenarbeit mit den Hochschulen und mit der Wirtschaft. Eine kontinuierliche Aufgabe des ANF ist die Pflege und Weiterentwicklung der Forschungslandkarte der nicht-universitären Forschungseinrichtungen in der Gesundheitsforschung.

Der GFR hat im November 2004 die Erarbeitung einer Roadmap für das Gesundheitsforschungsprogramm der Bundesregierung initiiert. Der daraus hervorgegangene Bericht wurde im September 2007 dem BMBF übergeben.

Im Projektträger Gesundheitsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist die Geschäftstelle des Gesundheitsforschungsrates angesiedelt.    

 

 

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