Teilprojekt eines Verbundes

Klinische Studie zur Oxytocin-induzierten Verbesserung der sozialen Kompetenz bei Autismus-Spektrum-Störungen

Förderkennzeichen: 01EE1409D
Fördersumme: 954.311 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Dr. Luise Poustka
Adresse: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
J 5
68159 Mannheim

Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) gehen regelhaft mit Einschränkungen der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten einher. Soziales Lernen ist daher ein wichtiger Bestandteil des Therapieansatzes. Im Vorhaben des ZI Mannheim soll untersucht werden, ob das Hormon Oxytocin zu Therapiezwecken bei Autismus-Spektrum-Störungen eingesetzt werden kann. Die Therapie umfasst ein manualisiertes, gruppenbasiertes soziales Kompetenztraining bei autistischen männlichen Jugendlichen. Durch das Kompetenztraining sollen die Patienten Ihre sozialen Fähigkeiten erweitern. Begleitend zu dieser Therapie soll entweder Oxytocin oder ein Placebo verabreicht werden. Ziel der Studie ist es, eine mögliche Steigerung des Therapieeffektes durch Oxytocin zu erforschen. Die Untersuchung wird in einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden klinischen Studie durchgeführt. An drei Standorten werden hierfür 168 jugendliche Patienten rekrutiert und in die Studie eingeschlossen. Das Kompetenztraining mit begleitender Medikation wird über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt. Anschließend soll untersucht werden, ob die in der Therapie erworbenen sozialen Fähigkeiten langfristig aufrechterhalten werden können. Dazu werden zwei Verlaufsmessungen nach drei bzw. sechs Monaten durchgeführt.