Teilprojekt eines Verbundes

Verbesserung der Früherkennung und Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung bipolarer Störungen (BD) - A1

Förderkennzeichen: 01EE1404A
Fördersumme: 1.348.321 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Pfennig
Adresse: Technische Universität Dresden, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Der Verbund BipoLife hat sich zum Ziel gesetzt, das frühzeitige Erkennen von Risikostadien für die Entwicklung bipolarer Störungen zu verbessern und frühe Behandlungsansätze zu analysieren, um neuartige Chancen in der Prävention zu eröffnen. Zum einen werden aktuell in der Früherkennung bipolarer Störungen genutzte diagnostische Instrumente validiert, um die Vorhersagekraft der potenziellen Risikofaktoren festzustellen, mögliche Resilienzfaktoren analysiert und potenzielle Biomarker mit den klinischen Daten verknüpft. Zum anderen werden die Prozesse der Entscheidungsfindung und die tatsächlichen Behandlungsstrategien analysiert, um ein neu entwickeltes Kategorienmodell weiterzuentwickeln. Durch den Versuch der Harmonisierung der diagnostischen Prozesse in den Früherkennungsinitiativen werden für Deutschland erstmals Standards entwickelt. Das Projekt ist eine multizentrische, prospektive naturalistische Kohortenstudie mit diagnostischen und therapeutischen Anteilen, welche beide ein Follow-up von mindestens 24 Monaten pro Studienteilnehmer beinhalten. Es werden drei Risikogruppen  in der Altersgruppe 15 bis 35 Jahre untersucht: 1) Hilfesuchende Jugendliche und junge Erwachsene, welche Früherkennungsinitiativen aufgesucht haben und mindestens einen der potenziellen Risikofaktoren für die Entwicklung bipolarer Störungen aufweisen (n=500); 2) Patienten mit einem depressiven Syndrom (n=500); und 3) Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (n=150). Mit der deutschen IMAGEN-Kohorte wird eine bevölkerungsrepräsentative Kohorte mit dem Früherkennungsinstrumentarium untersucht (n=500), die bereits in ihrem 14. und 16. Lebensjahr mittels klinischer und bildgebender Verfahren charakterisiert wurde, aktuell steht das Follow-up im 18. Lebensjahr an.