Teilprojekt eines Verbundes

Optimierung der neuroplastischen Effekte der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen - WP2

Förderkennzeichen: 01EE1403C
Fördersumme: 378.586 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Nitsche
Adresse: Universitätsmedizin Göttingen, Zentrum Neurologische Medizin, Abt. Klinische Neurophysiologie
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Ziel des Verbundes ist die Eploration nicht-invasiver Hirnstimulation als innovative Therapie psychischer Erkrankungen. Ziel des Vorhabens ist es, Stimulationsprotokolle der Gleichstromstimulation des Gehirns zu entwicklen, die eine optimale Effektivität aufweisen. Zunächst (Monate 1-24) werden am Modell der motorischen Hirnrinde bei gesunden Probanden Stimulationsparamter idetifziert, die optimal zur Erzeugung neuroplastischer Erregbarkeitsveränderungen der Hirnrinde geeignet sind. Parameter sind Stimulationsdauer, -stärke und -wiederholung. Für die optimierten Stimulationsprotokolle werden die physiologischen Mechanismen durch transkranielle magnetstimulation (TMS), Elektroenzephalographie (EEG) und funktionelle Magnetresonanztomographie untersucht. Es wird schließlich exploriert, ob bei psychischen Erkrankungen häufig verwendetet pharmakologische Interventionen die Effekte verändern. In der zweiten Projektphase (Monate 25-36) wird untersucht, inwiefern sich die Ergebnisse auf den präfrontalen Kortex, ein bevorzugtes Ziel vieler Interventionsverfahren, übertragen lassen. Die physiologischen Veränderungen werden durch kombinierte TMS und EEG, funktionelle Effekte durch die Kombination der tDCS mit einer Arbeitsgedächtnisaufgabe untersucht. In der dritten Projektphase (Monate 37-48) wird bei depressiven Patienten untersucht, inwiefern vor therapeutischer Intervention pathologisch vernänderte Neuroplastizität vorliegt, ob diese durch eine sechs Wochen andauernde Behandlung mit optimierten Stimulationsprotokollen restituiert werden kann, und inwiefern dieses mit klinischen Verbesserungen assoziiert sind. Diese Studie wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe der LMU durchgeführt (GCBS-WP7).