Verbund

Abir - Identifikation molekularer und zellulärer Signalübertragungswege der Immunität gegen intrazelluläre bakterielle Erreger und Entwicklung therapeutischer Werkzeuge

Der Verbund Abir besteht aus zwei deutschen, einem israelischen und einem französischen Partner. Das Vorhaben unter Koordination des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin beschäftigt sich mit einem vertieften Verständnis des Zusammenspiels zwischen dem Immunsystem des Wirts und den Erregern einer Listerien- oder Salmonelleninfektion. Bekannt und akzeptiert ist, dass mononukleäre Phagozyten, sowie T- und B-Zellen des menschlichen Immunsystems eine kritische Rolle bei der Wirtsabwehr während der Infektion spielen. Das Wissen darüber, wie dieses zelluläre Netzwerk des Immunsystems bei der Kontrolle der Infektion zusammenwirkt ist jedoch noch immer lückenhaft.
Um mehr Verständnis zu den molekularen Mechanismen zu erlangen, mit denen bestimmte Zellen des Immunsystems das Bakterienwachstum in vivo hemmen, wird ein neuartiges Mausmodell entwickelt. Gemeinsam durchgeführte Untersuchungen lassen erwarten, dass neuartige Mechanismen der bakteriellen Makrophagenaktivität (bestimmte „Fresszellen“) in situ, am Ort der Infektion, aufgedeckt werden. Es werden spezifische Bakterienstämme erzeugt mit denen vergleichende Makrophagenuntersuchungen bei Salmonellen- und Listerien-infektionen durchgeführt werden. Danach werden IL-10/IL-35 defiziente Mäuse mit virulenten Salmonellen infiziert und der Infektionsverlauf untersucht um festzustellen, ob und wie B-Zellen die Immunität bereits in der mukosalen Infektionsphase beeinflussen. Schließlich werden die Studien im Humansystem verifiziert (in vitro Untersuchungen an verschiedenen dendritischen Zellen von humanen Spendern, die mit Listerien bzw. Salmonellen infiziert werden). Parallel hierzu werden in vivo Experimente an humanisierten Mäusen durchgeführt, um den Einfluss von B-Zellen auf humane Myeloid-Zellen zu studieren.
Die Arbeiten im Rahmen von Abir werden direkt Eingang in der Diagnostika- und Vakzineentwickung sowie der generellen Erarbeitung und Verbesserung rationaler Interventionsstrategien gegen Infektionskrankheiten finden.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Teilprojekt Berlin I

Förderkennzeichen: 031A403
Gesamte Fördersumme: 321.339 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Dr. Simon Fillatreau
Adresse: Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Teilprojekt Berlin I

Abgeschlossen

Teilprojekt Berlin II

Förderkennzeichen: 031A404
Gesamte Fördersumme: 321.073 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan H. E. Kaufmann
Adresse: Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Abt. Immunologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Teilprojekt Berlin II