Verbund

BEAT-AMR

Viele Infektionskrankheiten beim Menschen werden durch Biofilme verursacht. Biofilme sind Bakterien-Gemeinschaften, die an Oberflächen wachsen. Bakterien in Biofilmen können höhere Antibiotikakonzentrationen tolerieren als frei schwimmende Bakterien. Daher überleben sie in der Gegenwart von Antibiotika, sodass sie Resistenzen gegen Antibiotika herausbilden können. Das Projekt widmet sich den grundlegenden Mechanismen, die Resistenzen in Biofilmen im Zusammenhang mit biomedizinischen Oberflächen begünstigen. Abschließend werden klinische Handlungsempfehlungen formuliert und die Ergebnisse an klinische Mikrobiologen, Ärzte und Hersteller von biomedizinischen Materialien weitergeben.

Das Vorhaben ist Teil eines transnationalen Forschungsverbundes im Rahmen der Joint Programming Initiative zu antimikrobieller Resistenz (JPIAMR). In dem Verbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Schweiz, England und den Niederlanden gemeinsam an der Lösung dieser Forschungsfrage. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei Prävention, Surveillance und Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen erzielt werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind.

Teilprojekte

Partnerschaft gegen Biofilm-assoziierte Expression, Akquisition und Transmission von Antimikrobiellen Resistenzen; Teilprojekt: Bakterielle Populationsdynamiken in Biofilmen in der Gegenwart von Antibiotika und antimikrobiellen Beschichtungen

Förderkennzeichen: 01KI1710
Gesamte Fördersumme: 292.823 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Dr. Frank Schreiber
Adresse: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Partnerschaft gegen Biofilm-assoziierte Expression, Akquisition und Transmission von Antimikrobiellen Resistenzen; Teilprojekt: Bakterielle Populationsdynamiken in Biofilmen in der Gegenwart von Antibiotika und antimikrobiellen Beschichtungen

Viele Infektionskrankheiten beim Menschen werden durch Biofilme verursacht. Biofilme sind Bakterien-Gemeinschaften, die an Oberflächen wachsen. Bakterien in Biofilmen können höhere Antibiotikakonzentrationen als frei-schwimmende Bakterien tolerieren. Daher überleben sie in der Gegenwart von Antibiotika, so dass sie Resistenzen gegen Antibiotika herausbilden können. Biofilminfektionen sind daher schwer behandelbare Infektionen, deren Eigenschaften Resistenzen begünstigen. Das Projekt ist ein Teilprojekt innerhalb des BEAT-AMR Konsortiums, welches die grundlegenden Mechanismen verstehen will, die Resistenzen in Biofilmen im Zusammenhang mit biomedizinischen Oberflächen begünstigen. Dieses Verständnis soll dann in die klinische Praxis übertragen werden. Innerhalb dieses Teilprojekts wollen wir verstehen, ob genetisch resistente Bakterien anders mit antimikrobiell-beschichteten Oberflächen interagieren als nicht-resistente Bakterien und ob diese Unterschiede dann zur Selektion von resistenten Bakterien an solchen Oberflächen führen. Innerhalb des Projekts werden wir Kombinationen von Antibiotika und antimikrobiellen Beschichtungen identifizieren, die für und gegen Antibiotikaresistenzen in Biofilmen selektieren.