Teilprojekt eines Verbundes

Biologika SeLEktion KUNO

Förderkennzeichen: 01KU1909B
Fördersumme: 152.288 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: M.Sc. Jakob Niggel
Adresse: Byteschmiede GmbH
Dorfstr. 19
92331 Parsberg

Ca. 50 Millionen Europäer sind von allergischen Erkrankungen wie Asthma und atopischer Dermatitis betroffen. Ungefähr 10% dieser Patienten leiden unter unkontrolliertem Asthma und unkontrollierter atopischer Dermatitis, obwohl sie mit hohen Dosen an Steroiden behandelt werden. Diese Patienten können von innovativen, gezielten Therapien mit biotechnologisch hergestellten Medikamenten (Biologika) profitieren. Ein transparenter Zugang zu diesen Biologika, eine systematische Auswertung des Ansprechens auf diese Behandlung und ein klarer Zugangsweg zu diesen Therapien fehlen bisher. Das PERMEABLE Vorhaben verbindet (a) Klinische Forschung, um klinische Entscheidungsprozesse bei der Auswahl von Biologika bei Kindern und Jugendlichen zu definieren und zu strukturieren, damit diese einheitlichen Entscheidungsprozesse in ganz Europa bei einer Kohorte von jungen Patienten in einem "Proof of Principle" Ansatz angewendet und überprüft werden können mit (b) nicht invasiven Omics- Analysen, um klinische Ansätze zum Verständnis des Therapieansprechens zu entwickeln, mit (c) plastischen, Cloud basierten IT Lösungen, die ein vielsprachiges Datenmanagement, "big data" Analysen, und die Entwicklung von Software zur Unterstützung von klinischen Entscheidungsprozessen ermöglichen. Im vorliegenden Vorhaben wird der vom Verbundpartner (Uni Regensburg) entwickelte Kriterienkatalog für Biologika-Therapie im Kindesalter in eine digitale Form gebracht. Es wird eine Datenmanagement-Plattform entwickelt, mit der Daten aus verschiedenen europäischen Ländern gesammelt und verwaltet werden können. Des Weiteren wird ein Algorithmus für die Entscheidungsfindung entwickelt. Die Entscheidungswege des Algorithmus und die Gewichtungen verschiedener Merkmale werden grafisch aufbereitet, damit sie von klinischen Experten nachvollziehbar und bewertbar sind. Anschließend erfolgt die Integration des Entscheidungsalgorithmus in die Datenmanagement-Plattform.