Einzelprojekt

BRCA-P: Eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte, multizentrische, internationale Phase-3-Studie zur Bestimmung der präventiven Wirkung von Denosumab auf Brustkrebs bei Frauen mit einer BRCA1 Keimbahnmutation

Förderkennzeichen: 01KG1812
Fördersumme: 2.136.764 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2030
Projektleitung: PD Dr. Kerstin Rhiem
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
Kerpener Str. 34
50931 Köln

BRCA1 Mutationsträgerinnen tragen ein lebenslang deutlich erhöhtes Brust- und Eierstockkrebsrisiko von etwa 70%. Derzeit bestehen primäre Präventionsoptionen im Wesentlichen in prophylaktischen Operationen von gesundem Brust- und Eierstock-/Eileitergewebe. Beide Eingriffe können mit postoperativen Komplikationen und schweren negativen Langzeitfolgen (z.B. unbefriedigende kosmetische Ergebnisse, Knochendichteverlust) einhergehen. Alternative, effiziente Chemopräventionskonzepte sind derzeit entweder nicht verfügbar oder werden aufgrund der starken "antihormonellen" Nebenwirkungen von den Betroffenen nicht zuverlässig in Anspruch genommen. Aktuelle Daten weisen nun erstmals auf eine Dysregulation des RANK/RANKL Systems bei BRCA1 Mutationsträgerinnen als mögliche Ursache für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hin. Erste weitere Ergebnisse zeigen, dass durch den humanen monoklonalen RANKL Antikörper Denosumab das Risiko der Karzinogene in dieser Hochrisikogruppe reduziert werden kann. Darüber hinaus schützt Denosumab die Mutationsträgerinnen - bei günstigem Nebenwirkungsprofil - vor dem Knochendichteverlust, der durch einen vorzeitigen Hormonentzug nach prophylaktischer Eierstockentfernung bedingt ist. Damit stellt die Studie ein weltweit einzigartiges und vielversprechendes Chemopräventionskonzept dar, das den präventiven Effekt von Denosumab auf das Brustkrebsrisiko von BRCA1 Mutationsträgerinnen untersucht.