Verbund

DARE - Neue Daten - neue Verantwortung: Die ethische Dimension der Nutzung von eHealth- Anwendungen in der gesundheitlichen Nachsorge

Die Digitalisierung wird in absehbarer Zeit weite Teile der Gesundheitsforschung und
-versorgung nachhaltig verändern. Eine wichtige Voraussetzung für eine sachgerechte Information und reflektierte Auseinandersetzung der Gesellschaft mit der Digitalisierung, Big Data-Anwendungen, Künstlicher Intelligenz und der Medizininformatik in Forschung und Versorgung ist die sorgfältige Analyse von Chancen und Risiken für den weiteren Umgang.

Das Verbundprojekt DARE ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSA) der Digitalisierung, von Big Data und Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsforschung und -versorgung“. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Auswirkungen der neuen Technologien auf Wissenschaft und Gesellschaft zu untersuchen und auf einen gesellschaftlich akzeptierten und verantworteten Rahmen für ihren Einsatz hinzuwirken.

E-Health Anwendungen stellen eine große Chance für die Verbesserung der Versorgung von Patienten, insbesondere in der Nachsorge dar. Die Nutzung von eHealth-Applikationen ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Folgekrankheiten, ihre Behandlung, die genauere Verlaufskontrolle der Genesung, die angepasste Unterstützung der Lebensqualität der Betroffenen und nicht zuletzt die Reduktion von Kosten für die Nachsorge verschiedener Krankheiten. Mit diesen Anwendungen gehen Veränderungen von normativen Begriffen und Konzepten wie Rollenbildern, Erwartungen an Personen und Technik einher. DARE tritt in den Dialog mit Patientinnen und Vertretern der Gesundheitsberufe, die nach einer Krebserkrankung und erfolgter Stammzelltransplantation e-Health-Anwendungen in der Nachsorge nutzen.

Ziel des Projektes ist die ethischen und sozialen Dimensionen der Nutzung von eHealth Anwendungen in der Nachsorge zu erfassen und ein Konzept zu entwickeln für die interdisziplinäre Reflexion in der Entwicklung von e-Health Applikationen.

Teilprojekte

Onkologische Pflege

Förderkennzeichen: 01GP1909A
Gesamte Fördersumme: 410.464 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Lynn Leppla
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Universitätsklinik, Abt. Innere Medizin I
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg

Onkologische Pflege

Die Verbreitung von eHealth Anwendungen in der Gesundheitsversorgung, insbesondere in der Nachsorge, steigt. Langzeitkontrolle und manche Einschätzungen zum Gesundheitszustand werden dabei an die Patienten delegiert. Dies ist für alle bequem, fördert das Selbst-Management und letztlich die Autonomie. Die Anwendungen speichern die relevanten Daten, übertragen sie ins Krankenhaus und geben den Patienten Rückmeldung. All diese Funktionen versprechen ein genaueres Bild des Patienten, einen einfacheren Zugang zur Gesundheitsversorgung und trotzdem weniger Kosten. Dieses Versprechen scheint realistisch zu sein, aber die Entwicklung und Implementierung von eHealth Anwendungen beinhaltet mehrere Herausforderungen für die Ethik: eHealth Anwendungen erzeugen die Veränderung in Werten, Konzepten und Praktiken der Gesundheitsversorgung; die Rollen von Patienten, Ärzten, Pflegenden und Programmierern ändern sich, alte Verantwortlichkeiten werden unklar und neue Verantwortlichkeiten entstehen. Die Kontexte der Verwendung von eHealth Anwendungen sind unterschiedlich und komplex, deshalb sind Herausforderungen für die Ethik zusammen mit allen Betroffenen zu reflektieren. Das Konsortium vereint auf einmalige Weise Pflegewissenschaften, Soziale Arbeit, Informatik und Ethik mit der Praxis. Mit Blick auf die ethischen Herausforderungen wird ein Konzept und konkrete Empfehlungen für die Integration der ethischen Reflexion in die Entwicklung und Implementierung der eHealth Anwendungen entwickelt. Somit wird die Versorgungsforschung voran gebracht und der Forschungsmüll in der Nachsorge reduziert.

Ethik, Soziale Arbeit, Informatik

Förderkennzeichen: 01GP1909B
Gesamte Fördersumme: 139.801 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. László Kovács
Adresse: Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg, University of Applied Sciences, Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften
An der Hochschule 1
86161 Augsburg

Ethik, Soziale Arbeit, Informatik

Die Verbreitung von eHealth Anwendungen in der Gesundheitsversorgung, insbesondere in der Nachsorge, steigt. Langzeitkontrolle und manche Einschätzungen zum Gesundheitszustand werden dabei an die Patienten delegiert. Dies ist für alle bequem, fördert das Selbst-Management und letztlich die Autonomie. Die Anwendungen speichern die relevanten Daten, übertragen sie ins Krankenhaus und geben den Patienten Rückmeldung. All diese Funktionen versprechen ein genaueres Bild des Patienten, einen einfacheren Zugang zur Gesundheitsversorgung und trotzdem weniger Kosten. Dieses Versprechen scheint realistisch zu sein, aber die Entwicklung und Implementierung von eHealth Anwendungen beinhaltet mehrere Herausforderungen für die Ethik: eHealth Anwendungen erzeugen die Veränderung in Werten, Konzepten und Praktiken der Gesundheitsversorgung; die Rollen von Patienten, Ärzten, Pflegenden und Programmierern ändern sich, alte Verantwortlichkeiten werden unklar und neue Verantwortlichkeiten entstehen. Die Kontexte der Verwendung von eHealth Anwendungen sind unterschiedlich und komplex, deshalb sind Herausforderungen wird für die Ethik zusammen mit allen Betroffenen zu reflektieren. Das Konsortium vereint auf einmalige Weise Pflegewissenschaften, Soziale Arbeit, Informatik und Ethik mit der Praxis. Mit Blick auf die ethischen Herausforderungen wird ein Konzept und konkrete Empfehlungen für die Integration der ethischen Reflexion in die Entwicklung und Implementierung der eHealth Anwendungen entwickelt. Somit kann die Versorgungsforschung voran gebracht und der Forschungsmüll in der Nachsorge reduziert werden.