Teilprojekt eines Verbundes

Deutscher Biobanken Knoten - German Biobank Node (GBN)

Förderkennzeichen: 01EY1301
Fördersumme: 1.583.638 EUR
Förderzeitraum: 2013 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Hummel
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin Institut für Pathologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

In Biobanken werden Flüssigkeits- und Gewebeproben mit Zustimmung der jeweiligen spendenden Personen gesammelt. Diese Proben können mit dazugehörigen klinischen Daten verknüpft werden. Sie sind für die Erforschung von Krankheiten von zentraler Bedeutung und legen die Grundlage für die Entwicklung besserer Behandlungsstrategien. In Deutschland gibt es neben zahlreichen Biobanken viele Aktivitäten, um die Qualität der Probennahme-, -nutzung und -lagerung entsprechend ethischen und datenschutzrechtlichen Richtlinien zu verbessern und zu vereinheitlichen. Diese Aktivitäten sollen durch den Aufbau eines deutschen Biobanken-Knotens als zentrale Kontakt- und Vermittlungsstelle für Biobanken koordiniert und ergänzt werden. Damit sollen nationale Biobanken besser vernetzt und der Erfahrungsaustausch erleichtert werden. Gleichzeitig sollen gemeinsam Standards für die Qualitätssicherung und ein harmonisiertes IT-Konzept für den Proben-/Datenaustausch erarbeitet werden. Der nationale Knoten soll so die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an dem europäischen Netzwerk von Biobanken BBMRI (Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure) schaffen und dort nationale fachliche Interessen vertreten. Weiterhin soll die Öffentlichkeit besser über Biobanken informiert werden. Insgesamt bündelt der deutsche Biobanken-Knoten nationale Bestrebungen und verknüpft diese mit internationalen Aktivitäten. Er wird so langfristig zu einer Qualitätsverbesserung der Biobank-basierten Forschung führen.