Einzelprojekt

DIGIT-HF, Digitalis zur Verbesserung der Gesamtmortalität und Hospitalisierung aufgrund einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz bei Patienten mit fortgeschrittener, chronischer, systolischer Herzinsuffizienz (Stadium NYHA III-IV)

Förderkennzeichen: 01KG1303
Fördersumme: 3.172.930 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2019
Projektleitung: Dr. Udo Bavendiek
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Abt. Kardiologie und Angiologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Hauptursache für die Sterblichkeit und Erkrankungsrate weltweit, die häufigste Ursache für Krankenhausaufnahmen in Deutschland, und verursacht trotz der Therapiefortschritte eine schlechte Lebensqualität und Prognose. Das Herzglykosid Digitoxin besitzt aufgrund der aktuellen Datenlage wahrscheinlich deutliche Vorteile in der Behandlung der Herzinsuffizienz verglichen mit dem überwiegend verwendeten Herzglykosid Digoxin, für welches eine prognostische Bedeutung nicht geklärt ist. Bisher nicht existente, klinische Studien mit Wirknachweis von Digitoxin auf klinische Endpunkte bei Herzinsuffizienz wären von enormer gesundheitlicher und gesundheits-ökonomischer Bedeutung. Wir wollen daher untersuchen, ob Digitoxin die Gesamtsterblichkeit und Krankenhausaufnahmen aufgrund einer zunehmenden Herzinsuffizienz bei Patienten mit fortgeschrittener, chronischer, systolischer Herzinsuffizienz senkt. Es werden insgesamt 2.190 Patienten (>35 klinische Zentren) eingeschlossen. Alle Patienten erhalten eine standardisierte, leitliniengerechte Herzinsuffizienztherapie und zusätzlich zufällig zugeteilt in einem doppel-verblindeten Ansatz Digitoxin oder Placebo in Tablettenform über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten und maximal 48 Monaten. Während dieser Behandlung erfolgen Kontrollvisiten 6 (und ggf. 12) Wochen sowie alle 6 Monate nach Beginn der Studienmedikation und es wird das Auftreten der Studienendpunkte dokumentiert und biometrisch analysiert.