Einzelprojekt

Eine randomisierte Phase-III-Studie zum Vergleich von Arsentrioxid (ATO) in Verbindung mit ATRA und Idarubicin versus ATRA in Kombination mit einer Anthracyclin-basierten Chemotherapie (AIDA) bei Patienten mit neu diagnostizierter, akuter Promyelozytenleu

Förderkennzeichen: 01KG1423
Fördersumme: 1.955.542 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Uwe Platzbecker
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Medizinische Klinik und Poliklinik I
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Die akute Promyelozytenleukämie (APL) ist eine seltene Form der akuten myeloischen Leukämie mit spezifischen klinischen, morphologischen und genetischen Merkmalen. Trotz der zumeist erfolgreichen Erstbehandlung mit all-trans Retinsäure (ATRA) in Kombination mit Idarubicin (AIDA-Regime) erleiden etwa 20 % der APL-Patienten später ein Rezidiv. Zudem ist diese Behandlung mit erheblicher Toxizität assoziiert. Diese ist vor allem auf das erhöhte Infektionsrisiko als Folge der Myelosuppression zurückzuführen. In einer kürzlich von uns durchgeführten randomisierten klinischen Studie mit APL-Patienten ohne Hochrisikomerkmale (Leukozytenwert bei Diagnose = 10 GPt/l, APL0406), die mit einer Therapiekombination von Arsentrioxid (ATO) und ATRA behandelt wurden, ergab sich eine vergleichbare Überlebensrate mit deutlich verringerter Toxizität im Vergleich zur AIDA-basierenden Standardtherapie. Damit ist es erstmalig gelungen, eine Form der Leukämie ohne Chemotherapie zu heilen. Aufgrund dieser Ergebnisse planen wir eine randomisierte klinische Studie zur Behandlung von Patienten mit APL und Hochrisikomerkmalen (Leukozytenwert bei Diagnose > 10 GPt/l) mit einer ATO/ATRA-Kombination und nur niedrig-dosiertem Idarubicin im Vergleich zum aktuellen Standard mit Chemotherapie (AIDA). Es wird erwartet, dass der ATO/ATRA-Behandlungsarm weniger toxisch ist, dies zu einer geringeren behandlungsassoziierten Mortalität führt und sich somit auch die Lebensqualität im Vergleich zum klassischen AIDA-Regime verbessert. Diese klinische Prüfung wird als Europäische Intergroup Studie u.a. in Kooperation mit der italienischen GIMEMA Studiengruppe durchgeführt. Die Umsetzung der beantragten APOLLO-Studie unterteilt sich in drei Projektphasen (Vorbereitung, Datenerhebung/Studiendurchführung und Auswertung), die jeweils in drei bis zehn unterschiedliche Arbeitspakete aufgegliedert werden.