Verbund

Elektronische Instrumentierung von Osteosynthese-Implantaten zum Monitoring des Heilungsverlaufs und zur Überlastprävention (IOMON)

In Deutschland werden pro Jahr ca. 370.000 gelenknahe Schaftfrakturen langer Röhrenknochen operiert. Dabei kommen häufig Metallplatten zur Stabilisierung zum Einsatz.
Die Beurteilung der Knochenheilung erfolgt standardmäßig mit bildgebenden Verfahren.

Diese Methoden erlauben jedoch nur eine eingeschränkte Untersuchung der Belastbarkeit des heilenden Knochens, da die Bildgebung keine sichere Beurteilung der Festigkeit des Knochens zulässt und zudem die standardmäßig angewandte radiologische Untersuchung eine Strahlenbelastung für den Patienten bedeutet. Hingegen erlaubt eine ununterbrochene autonome elektronische Messung eine Beurteilung der Festigkeit des heilenden Knochens in Echtzeit und damit eine kontinuierliche Überwachung des Heilungsverlaufs.

Dazu sollen in diesem Projekt handelsübliche Osteosynthese-Implantate durch ein elektronisches Messsystem erweitert werden, um die Belastung lokal zu messen. Mit Hilfe dieser zu entwickelnden Implantate soll eine Überlastung des heilenden Knochens vermieden werden, um Komplikationen bei der Heilung zu minimieren und eine schnelle Wiederherstellung der Funktion des Bewegungsapparates zu erreichen. Dadurch soll der Patient bei gleichzeitiger Reduktion der Behandlungszeiten frühzeitig in sein gewohntes Alltags- und Arbeitsumfeld zurückkehren können.