Verbund

HotSysAPP - Heiße Angewandte System Biologie - Sulfolobus acidocaldarius als neues archaeelles, thermoacidophiles Chassis für die industrielle Biotechnologie

Das Verbundprojekt HotSysAPP beschäftigt sich mit einzelligen Organismen, den sogenannten Archaeen. Ziel ist die Verbesserung der nachhaltigen biotechnologischen Produktion von Chemikalien (wie Bioalkohole und Biotreibstoffe) aus Lignocellulose. Lignocellulose ist ein pflanzlicher Rohstoff, der bereits zur Herstellung von Chemikalien genutzt wird. Das derzeitige Verfahren könnte jedoch in Bezug auf Prozesskosten, Effizienz und Nachhaltigkeit noch optimiert werden. Dies soll mit Hilfe von Archaeen gelingen, die vor etwa 40 Jahren als dritte Domäne des Lebens neben Bakterien und Eukaryonten etabliert wurden und verstärkt in Umgebungen mit extremen Lebensbedingungen vorkommen.

Ihre Robustheit und einzigartigen Stoffwechseleigenschaften sowie ihre stabilen Enzyme (die sogenannten Extremozyme) machen Archaeen für biotechnologische Anwendungen besonders interessant. Das Projekt HotSysAPP hat das Archaeon Sulfolobus acidocaldarius (Saci) als Modell-Organismus ausgewählt, um das Lignocellulose-Verfahren zu verbessern. Die Wachstumsbedingungen von Saci (niedriger pH und hohe Temperaturen) entsprechen den Bedingungen beim Prozess der Lignocellulose-Vorbehandlung. Zudem ist es ein vielseitiger „Chassis“ (Schlitten), für den bereits genetische Werkzeuge etabliert sind, so dass die Einführung neuer Gene und damit neuer Fähigkeiten erleichtert wird. Mittels eines modellbasierten, systembiologisch datengetriebenen Ansatzes und durch den Einsatz von aktuellen Techniken der Transkriptom-, Proteom-, und Metabolom-Analyse soll nun Saci im Zuge des Verbundprojektes als Chassis für die Produktion von Chemikalien aus Lignocellulose angepasst und optimiert werden.

Teilprojekte

Teilprojekt Essen

Förderkennzeichen: 031L0078A
Gesamte Fördersumme: 485.380 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Bettina Siebers
Adresse: Universität Duisburg-Essen - Fachbereich Chemie - Biofilm Centre - Molekulare Enzymtechnologie
Universitätsstr. 5
45141 Essen

Teilprojekt Essen

Teilprojekt Freiburg

Förderkennzeichen: 031L0078B
Gesamte Fördersumme: 216.109 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Sonja-Verena Albers
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Fakultät für Biologie - Institut für Biologie II - Bereich Mikrobiologie
Schänzlestr. 1
79104 Freiburg

Teilprojekt Freiburg

Teilprojekt Bielefeld

Förderkennzeichen: 031L0078C
Gesamte Fördersumme: 309.612 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Jörn Kalinowski
Adresse: Universität Bielefeld - Centrum für Biotechnologie
Universitätsstr. 27
33615 Bielefeld

Teilprojekt Bielefeld

Teilprojekt Gießen

Förderkennzeichen: 031L0078D
Gesamte Fördersumme: 274.878 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Alexander Goesmann
Adresse: Justus-Liebig-Universität Gießen - FB 08 - Biologie und Chemie - Professur für Systembiologie
Heinrich-Buff-Ring 58
35392 Gießen

Teilprojekt Gießen

Teilprojekt Braunschweig

Förderkennzeichen: 031L0078E
Gesamte Fördersumme: 289.103 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Dietmar Schomburg
Adresse: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig - Fakultät 2 – Lebenswissenschaften - Institut für Biochemie und Biotechnologie - Abteilung Bioinformatik und Biochemie
Rebenring 56
38106 Braunschweig

Teilprojekt Braunschweig

Teilprojekt Straubing

Förderkennzeichen: 031L0078F
Gesamte Fördersumme: 310.757 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Volker Sieber
Adresse: Technische Universität München - Wissenschaftszentrum Straubing - Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe
Schulgasse 16
94315 Straubing

Teilprojekt Straubing

Teilprojekt Erftstadt

Förderkennzeichen: 031L0078G
Gesamte Fördersumme: 149.868 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Dr. Ida Schomburg
Adresse: enzymeta GmbH
Richardstr. 35
50374 Erftstadt

Teilprojekt Erftstadt