Teilprojekt eines Verbundes

iCARE-PD - Integrierte Parkinsonnetzwerke: Gestaltung komplexer Versorgung von Parkinson- PatientInnen in der heutigen Gesellschaft. - Arbeitspakete Gesundheitsökonomische Analyse, Umsetzung Integriertes Versorgungsmodell

Förderkennzeichen: 01ED1904A
Fördersumme: 263.017 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Carsten Eggers
Adresse: Philipps-Universität Marburg - FB 20 Medizin - Klinik und Poliklinik für Neurologie
Baldingerstr.
35043 Marburg

Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine nicht heilbare neurodegenerative Erkrankung mit komplexen motorischen und nichtmotorischen Einschränkungen. PD ist eine der zehn teuersten neurodegenerativen Erkrankungen in der EU. Die Inzidenz wird sich voraussichtlich bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Der Bedarf an medizinischen Dienstleistungen wird daher steigen und dementsprechend die Belastung für die Gesundheitssysteme. Interdisziplinäre und integrierte Versorgungsansätze sind vielversprechend, in der Vergangenheit jedoch nicht wirksam oder nachhaltig gewesen. Die Konsortialpartner von iCARE-PD haben mit der Entwicklung innovativer Versorgungsmodelle begonnen, anstelle von ambulanter fachärztlicher Versorgung auf heimbasierte integrierte Versorgungsansätze zu fokussieren. Hierbei werden vor allem Aspekte der Integrierten Versorgung, des Selbstmanagements sowie Technologiebasierte Methoden berücksichtigt. Die Hypothese lautet, dass dieser Versorgungsansatz eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Herausforderungen der komplexen Versorgungsprobleme bei PD haben kann und zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Patientenwürde führt. Um in einer vielfältigen sozialen/wirtschaftlichen Versorgungslandschaft ein Versorgungsmodell zu etablieren, muss zunächst bestimmt werden, WAS und WIE Pflege- und Selbstmanagement-Support in verschiedenen sozialen Kontexten umgesetzt werden kann, indem die Prioritäten von Patienten/Angehörigen sowie soziale, wirtschaftliche und geographische Hindernisse für die PD-Pflege identifiziert werden. Wegen eines voraussichtlich hohen Potenzials der Übertragbarkeit zwischen den Ländern, werden Patientenorientierte technologiebasierte Versorgungsansätze zur Optimierung der komplexen Versorgung bei PD entwickelt. Abschließend wird die Umsetzbarkeit des Modells in einer multinationalen integrierten Versorgungsstudie getestet.