Fördermaßnahme

Infect-ERA

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2015
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Gesamte Fördersumme: bis zu 2,68 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 9 Verbünde, davon 7 mit deutscher Beteiligung; insgesamt 9 deutsche Zuwendungsempfänger
Dritte öffentliche Bekanntmachung:  2014 
Förderzeitraum:  2016 – 2019 
Gesamtvolumen:  3,07 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  9 Verbünde, davon 8 mit deutscher Beteiligung;
insgesamt 11 deutsche Zuwendungsempfänger 

Zweite öffentliche Bekanntmachung:  2014 
Förderzeitraum:  2015 – 2018 
Gesamtvolumen:  3,17 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  8 Verbünde, davon 7 mit deutscher Beteiligung;
insgesamt 12 deutsche Zuwendungsempfänger 

Erste öffentliche Bekanntmachung:  2013 
Förderzeitraum:  2014 – 2017 
Gesamtvolumen:  3,75 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  8 Verbünde, davon 7 mit deutscher Beteiligung;
insgesamt 13 deutsche Zuwendungsempfänger 

1. Ziele der Fördermaßnahme

Die Fördermaßnahme Infect-ERA verfolgt das Ziel, die Förderung von Projekten zur Forschung an Infektionskrankheiten auf europäischer Ebene zu koordinieren. Trotz großer Fortschritte in der Medizin stellen Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Malaria auch heute noch immer eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. Dies ist unter anderem auf die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen zurückzuführen. Gleichzeitig werden Krankheitserreger durch weltweite Reiseaktivitäten verbreitet.
Die Koordinierung der europäischen Forschung an Infektionskrankheiten im Rahmen von Infect-ERA soll nun – aufbauend auf dem ERA-Net PathoGenoMics – einen Beitrag dazu liefern, diesen Bedrohungen gemeinsam zu begegnen.
Die ERA-Net-Fördermaßnahme ist Teil des Aktionsfeldes 6 „Gesundheitsforschung in internationaler Kooperation“ des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung. Bei dem Förderinstrument „ERA-Net“ handelt es sich um eine von der EU-Kommission ins Leben gerufene und von Förderorganisationen der EU-Mitgliedstaaten getragene Initiative. Durch gemeinsame Aktivitäten soll die Forschung in wichtigen Themenbereichen europaweit koordiniert werden.
Im Rahmen von Infect-ERA werden transnationale Verbünde mit maximal sechs Partnern gefördert. Die einzelnen Verbundprojekte beschäftigen sich mit unterschiedlichen Krankheitserregern. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf die speziellen Wechselwirkungen zwischen Wirt und Krankheitserreger gelegt; insbesondere sollen die Faktoren bewertet werden, die diese Wechselwirkung beeinflussen. An jedem Verbund müssen Arbeitsgruppen aus mindestens drei verschiedenen Ländern beteiligt sein. Die Förderung der jeweiligen Arbeitsgruppen innerhalb eines Verbundes erfolgt durch die einzelnen an der Bekanntmachung beteiligten Länder, in Deutschland durch das BMBF.

2. Stand der Fördermaßnahme

Im Rahmen der vier Förderbekanntmachungen werden insgesamt 45 deutsche Arbeitsgruppen gefördert. Diese sind auf 29 Verbünde verteilt. Im Frühjahr 2017 sind die Projekte der vierten Förderbekanntmachung gestartet.