Teilprojekt eines Verbundes

Interventionsstrategien für antibiotikaresistenz-belastete Gülle

Förderkennzeichen: 01KI1733
Fördersumme: 294.703 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer
Adresse: Justus-Liebig-Universität Gießen, FB 09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Institut für Angewandte Mikrobiologie
Heinrich-Buff-Ring 26 - 32
35392 Gießen

Das primäre Ziel des Projektes ARMIS ist es, das Risiko der Exposition von antimikrobiellen Resistenzkomponenten (Bakterien, Resistenzgenen und Substanzrückständen) aus Gülle als Funktion der Effizienz von Gülle-Behandlungsanlagen zu erfassen. Hauptfokus des deutschen Teilprojektes ist dabei die Betrachtung der Effizienz von Gülle-verwertenden Biogasanlagen deutscher landwirtschaftlicher Betriebe hinsichtlich der Elimination von antimikrobiellen Resistenzdeterminanten. Hierbei sollen ESBL tragende E. coli, Carbapemenase-produzierende Enterobacteriaceae (KPC), Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) und Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) kultiviert und eingehend charakterisiert werden. Zusätzlich werden kultivierungs-unabhängige molekularbiologische Untersuchungen zur quantitativen und qualitativen Erfassung vorhandener Antibiotikaresistenzen durchgeführt. Ein spezifischer Fokus des deutschen Teilprojektes ist die Erfassung resistenztragender Persister-Zellen und lebender aber nicht kultivierbarer Zellen ("viable but non culturable cells, VBNCs"). Gründe für das Überleben resistenter Bakterien und das Risikopotenzial der freigesetzten antimikrobiellen Resistenzdeterminanten werden im Rahmen dieses Projektes erfasst und beurteilt.