Fördermaßnahme

JPI AMR 2019 - 2023

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2018, 2019
Förderzeitraum: 2019 - 2023
Gesamte Fördersumme: bis zu 6,4 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 10 transnationale Verbünde mit deutscher Beteiligung und fünf Einzelvorhaben, insgesamt 18 Zuwendungen

Die „Joint Programming Initiativen“ (JPI) sind von den EU-Mitgliedsstaaten ins Leben gerufene und getragene Maßnahmen. Diese sind thematisch auf die globalen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte fokussiert. Mit Gründung der Initiative im Jahr 2008 wurden insgesamt zehn JPI ins Leben gerufen. Die JPI zu antimikrobiellen Resistenzen (JPIAMR) wurde in diesem Zusammenhang 2011 etabliert.

Sie hat zum Ziel, Aktivitäten der Mitgliedstaaten sowie nationale Forschungsförderung zum Thema antimikrobielle oder Antibiotikaresistenz zu koordinieren, um einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu leisten. Zunehmende Antibiotikaresistenzen bedrohen Wachstum und Entwicklung sowohl von Industrienationen als von Entwicklungsländern und gefährden die Krankenversorgung und Routineoperationen. Ein sachgemäßer Einsatz von Antibiotika in Human- und Tiermedizin sowie der Landwirtschaft ist neben Infektionsprävention und der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze erforderlich. Durch gemeinsame, transnationale Förderinitiativen sollen insbesondere Lücken zwischen Wissenschaftlern und weiteren Akteuren (z. B. Industrie, Gesundheitssysteme, Politik) geschlossen werden, um u.a. neue Forschungsergebnisse zu generieren und diese in die Anwendung zu führen. Derzeit nehmen 27 Mitgliedsstaaten bzw. assoziierte Staaten an der Initiative teil.

Gefördert werden transnationale Verbünde oder Netzwerke, an denen Arbeitsgruppen aus mindestens drei Ländern beteiligt sind. Die an der Bekanntmachung beteiligten Länder fördern hierbei die eigenen Arbeitsgruppen innerhalb eines Verbundes. Die einzelnen Verbünde und Netzwerke forschen an themenspezifischen Fragestellungen. Dabei werden nur Verbünde gefördert, bei denen ein Mehrwert durch die internationale Zusammenarbeit klar erkennbar ist. In jedem Verbund wird das einschlägige Potenzial an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen und Institutionen zusammengeführt.

2019 startete die Förderung für drei Bekanntmachungen:

Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zu Innovationen gegen antibiotikaresistente Bakterien: Neue Targets, Wirkstoffe und Werkzeuge; Grundlagen- und translationale Forschung mit Ausnahme klinischer Studien innerhalb der Joint Programming Initiative "JPIAMR"

JPIAMR Network Call on Surveillance 2018 (keine gesonderte deutsche Bekanntmachung)

Building the Foundation of the JPIAMR Virtual Research Institute (keine gesonderte deutsche Bekanntmachung)

2020 wurden Projekte zu folgender Bekanntmachung gefördert:

Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten innerhalb der Joint Programming Initiative „JPIAMR“ zu Diagnostik und Surveillance von antibiotikaresistenten Bakterien: Entwicklung neuer Werkzeuge, Technologien und Methoden für den globalen Einsatz, Bundesanzeiger vom 21.12.2018

Einzelprojekte

Deutsche Beteiligung am virtuellen Forschungsinstitut der Joint Programming Initiative zur Bekämpfung von antimikrobiellen Resistenzen

Förderkennzeichen: 01KX2012
Gesamte Fördersumme: 9.500 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2020
Projektleitung: Laura Marin
Adresse: Swedish Research Council
Västra Järnvägsgatan 3
10138 Stockholm, Schweden

Deutsche Beteiligung am virtuellen Forschungsinstitut der Joint Programming Initiative zur Bekämpfung von antimikrobiellen Resistenzen

Das virtuelle Forschungsinstitut der Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance (JPIAMR) soll dazu dienen, der Forschung zu antimikrobiellen Resistenzen weltweit eine Austauschplattform zu bieten. Es soll ein "Netzwerk der Netzwerke" entstehen, das Forschungsorganisationen, Institute, Zentren und Infrastrukturen weltweit und sektorübergreifend, dem One-Health-Gedanken folgend, vernetzt. In dem virtuellen Forschungsinstitut soll neue Forschungskapazität entstehen und bestehende Kontakte vertieft werden. Dadurch wird der Wissensaustausch vereinfacht und wichtige Daten und Ressourcen können gemeinsam genutzt werden. Indem die Forschung dadurch effizienter wird, soll schneller ein Fortschritt gegen antimikrobielle Resistenzen erreicht werden. Darüber hinaus wird die Plattform die Kommunikation mit Wissenschaft, Politik, Industrie, Forschungsförderern und der Bevölkerung vereinfachen.