Verbund

Kidney Attack

Die personalisierte Medizin hat das Ziel, eine an den einzigartigen Eigenschaften des Individuums ausgerichtete Strategie für die Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten zu ermöglichen.

Ziel des Verbundprojektes „Kidney Attack“ ist es, die Vorhersage des Risikos für ein akutes Nierenversagen bei Patientinnen und Patienten nach Herzchirurgie zu personalisieren und damit entscheidend zu verbessern. Zu diesem Zweck sollen verschiedene präklinische und klinische „Omics“-Daten herangezogen werden. Zudem sollen Modellsysteme zum akuten Nierenversagen weiterentwickelt werden, die zum Testen neuer oder bereits bekannter Wirkstoffe eingesetzt werden können.

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Forschungsverbundes „Kidney Attack“ im Rahmen des ERA-Netzes Personalisierte Medizin (ERA PerMed). Gemeinsam arbeiten in diesem Verbund vier Arbeitsgruppen aus europäischen Partnerstaaten an der Lösung dieser Forschungsfrage. Das BMBF beteiligt sich an der Fördermaßnahme, um mit der transnationalen, koordinierten Zusammenarbeit eine möglichst schnelle Überführung innovativer Forschungsergebnisse in die Klinik zu unterstützen.

Teilprojekte

Proteomanalyse zur Therapiestratifizierung eines akuten Nierenversagens

Förderkennzeichen: 01KU1907
Gesamte Fördersumme: 499.993 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Dr. Jochen Metzger
Adresse: Mosaiques Diagnostics GmbH
Rotenburger Str. 20
30659 Hannover

Proteomanalyse zur Therapiestratifizierung eines akuten Nierenversagens

Kidney Attack zielt darauf ab, durch geschickte Kombination von präklinischen und klinischen multiomischen Daten die frühe Diagnose eines akuten Nierenversagens (AKI) nach Herzchirurgie zu ermöglichen. Zudem soll das Austesten von neuen und bereits bekannten Substanzen für ihren Einsatz in der medikamentösen AKI-Behandlung und Prävention erleichtert werden. Dieses Ziel soll erreicht werden durch: 1) Die eingehende Untersuchung von Kombinationen patientenspezifischer multiomischer Merkmale und klinischer Ausprägungen hinsichtlich ihres Potenzials, die Entwicklung eines AKI frühzeitig nach Herzchirurgie vorhersagen zu können; 2) Die Suche nach und die gezielte Auswahl von neuen Wirksubstanzen und Medikamenten basierend auf existierenden Datenbanken und Publikationen; 3) Die Entwicklung eines humanisierten multiomischen Markermodells durch Integration AKI-spezifischer humaner und tierischer multiomischer Muster zur Anwendung in präklinischen/experimentellen AKI-Tiermodellsystemen hoher Übertragbarkeit auf die Situation im Menschen und 4) Das Austesten der für eine AKI-Prävention und Therapie in Frage kommenden Medikamente in den entwickelten präklinischen Tiermodellen. Zum Erreichen dieser Ziele wird MOS das Urinproteom von Patienten nach Herzchirurgie und von Tieren in den experimentellen AKI-Modellsystemen hinsichtlich der Expression bereits identifizierter AKI-Peptidmarker und der Testgüte seiner bereits etablierten Biomarkermodelle zur Diagnose bzw. Prädiktion eines AKI und einer chronischen Nierenerkrankung mittels Kapillarelektrophorese-gekoppelter Massenspektrometrie (CE-MS) analysieren.