Fördermaßnahme

Kindgerechte Medizintechniklösungen

Mit der Förderrichtlinie „Kleine Patienten, großer Bedarf − Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“ möchte das BMBF Medizintechnikunternehmen unterstützen, bedarfsgerechte Innovationen zu entwickeln.

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2017, 2018
Förderzeitraum: 2018 - 2022
Gesamte Fördersumme:
Anzahl der Projekte:

Die Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen stellt Mediziner nicht selten vor große Herausforderungen. Kleine Patienten sprechen in den verschiedenen Altersgruppen und Wachstumsphasen sehr unterschiedlich auf Therapien an. Zudem ist es oft schwierig, für die jeweiligen Altersgruppen – Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Heranwachsende – ein ausreichend großes Patientenkollektiv für klinische Studien zu rekrutieren. Sowieso sprechen oftmals ethische Gesichtspunkte dagegen, Kinder in klinische Studien einzubeziehen. Für Kinder und Jugendliche stehen oft weniger Therapieoptionen als bei Erwachsenen zur Verfügung. In der Gesundheitsversorgung von Kindern muss daher häufig auf Medizinprodukte zurückgegriffen werden, die für Erwachsene entwickelt worden sind.

Doch Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Es mangelt an medizin- und informationstechnischen Lösungen, die an die besonderen physischen und psychischen Bedürfnisse der jeweiligen Altersgruppe und Wachstumsphase angepasst sind. Mit der Förderrichtlinie „Kleine Patienten, großer Bedarf – Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“ will das BMBF die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet ankurbeln. Ziel ist es zum einen, die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen effektiver und sicherer zu machen. Zum anderen sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, innovative Medizinprodukte für diesen kleinen, in ökonomischer Hinsicht ausgesprochen schwierigen Markt zu entwickeln.

Mitwachsende Implantate können Knochenbrüche in der Wachstumsphase schonender und effektiver heilen. Mobile Lösungen ermöglichen es den jungen Patienten spielerisch und aktiv mit ihrer Krankheit umzugehen. Bewegungsdrang und Spieltrieb kleinerer Kinder müssen dabei ebenso berücksichtigt werden wie die Pubertät bei Heranwachsenden. Insbesondere chronisch oder psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen soll es möglich gemacht werden, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, um ihre Lebensqualität zu steigern. Während sie an Selbstständigkeit gewinnen, sollen Pflegekräfte und betreuende Angehörige entlastet werden.