Teilprojekt eines Verbundes

Lancet Kommission zu inter- und multidisziplinären Ansätzen für die Bereiche Human-, Veterinär- und Umweltgesundheit ("One Health")

Förderkennzeichen: 01KA1912
Fördersumme: 406.057 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Sylvia Winkler
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Neurologische Klinik und Poliklinik
Ismaninger Str. 22
81675 München

The Lancet, eines der höchstdotierten Wissenschaftsjournale in der Medizin, veröffentlicht einflussreiche wissenschaftliche Stellungnahmen zu aktuell bedeutenden Themen, die von einer einberufenen hochkarätigen Kommission erstellt werden. Im November 2018 wurde Prof. Andrea Winkler (Center for Global Health, Technische Universität München, Deutschland) und Dr. John Amuasi (the Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology, Ghana) das Mandat vom Chefredakteur des The Lancet, Dr. Richard Horton, zur Gründung einer Lancet Kommission, die sich über die nächsten Jahre mit dem Thema One Health beschäftigen wird, erteilt. Durch die Zusammenführung verschiedener technischer Experten und Sektoren will die Lancet One Health Kommission Einfluss darauf nehmen, wie Regierungen und internationale Organisationen mit akuten und chronischen globalen Gesundheitsgefahren umgehen, die von Natur aus komplex sind. Ebenso wird die Kommission den Privatsektor, die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und die Zivilgesellschaften aktiv mit einbeziehen, um ihren Beitrag durch innovative Technologien, Öffentlichkeitsarbeit und Meinungsbildung im Sinne von Leadership zu nutzen. Das Ziel der Kommission ist es, den Forschungsstand zu One Health aufzuzeigen und ggf. durch feinabgestimmte Forschungsprojekte zu ergänzen, die Fortschritte bei der Umsetzung des One Health Konzepts in den unterschiedlichen Aktionsfeldern (akademisch, privat, politisch, zivil) zu beschleunigen, Richtlinien auszuarbeiten und die Kohärenz und Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Sektoren zu fördern. Am Ende des Vorhabens wird eine umfassende wissenschaftliche Stellungnahme verfasst und beim The Lancet als Lancet One Health Report zur Publikation eingereicht. Im Zentrum dieses Berichts stehen nicht nur die wissenschaftliche Evidenz für eine One Health Herangehensweise, sondern auch klare Empfehlungen für deren Umsetzung in relevanten Sektoren.