Einzelprojekt

Langzeitbedarf von Ranibizumab-Injektionen zur Behandlung des Makulaödems infolge eines Zentralvenenverschlusses

Förderkennzeichen: 01KG2012
Fördersumme: 1.211.265 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Matus Rehak
Adresse: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde
Liebigstr. 12
04103 Leipzig

Unter einem retinalen Venenverschluss versteht man den Verschluss einer Vene der Netzhaut (Retina). Betrifft der Verschluss ein zentrales Gefäß, spricht man von einem Zentralvenenverschluss (ZVV). Das Blut staut sich vor der Verschlussstelle, die betroffenen Gefäße erweitern sich, die Gefäßwände werden undicht und es können Blutbestandteile aus den Gefäßen in die Netzhaut übertreten. Wenn die Netzhautmitte, der gelbe Fleck (Makula), betroffen ist, bildet sich dort eine Schwellung – das Makulaödem. Hierdurch kommt es zu einer erheblichen Abnahme der zentralen Sehschärfe. Ohne Therapie ist eine deutliche und irreparable Verschlechterung des Sehvermögens im weiteren Verlauf zu erwarten. Das Hauptziel des Vorhabens ist die Optimierung einer Therapie für Patienten mit Makulaödem infolge eines Zentralvenenverschlusses (ZVV). Dazu werden in dieser klinischen Studie die Wirksamkeit und Sicherheit von zwei Behandlungsarten verglichen: die leitliniengerechte alleinige Behandlung mit dem Medikament Ranibizumab, welches intravitreal (ins Auge) gespritzt wird und die Behandlung mit Ranibizumab und zusätzlicher Laserbehandlung der nicht-durchbluteten peripheren Netzhautbereiche. Ranibizumab-Spritzen werden je nach Bedarf (beim Vorliegen eines Makulaödems) monatlich verabreicht. Durch die zusätzliche Laserbehandlung wird erwartet, dass die Patienten eine kürzere Behandlungsdauer mit geringerer Anzahl der Ranibizumab-Spritzen brauchen und eine bessere Endsehschärfe erreichen.