17.06.2021

| Aktuelle Meldung

Medizininformatik-Initiative: Digitale Lösungen für eine bessere medizinische Versorgung

Die Medizininformatik-Initiative (MII) des BMBF war am 17. Juni mit einer eigenen Session auf dem Hauptstadtkongress vertreten - ein Highlight für alle, die sich über zukunftsweisende digitale Lösungen in der Medizin informieren wollen.

Wissenschaftlerinnen im Labor

 NGFN/BMBF

Die Pandemie hat es besonders deutlich gemacht: Wer die riesigen Datenschätze aus Forschung und Praxis intelligent miteinander verknüpft, trägt ganz wesentlich zu einer besseren medizinischen Versorgung der Menschen bei. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereits seit 2017 die Medizininformatik-Initiative (MII), in der alle Universitätskliniken Deutschlands gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Krankenkassen und Patientenvertretungen daran arbeiten, die datengestützte Gesundheitsforschung zu stärken und so die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern.

„Meilensteine für die medizinische Forschung – Die Medizininformatik-Initiative des BMBF“ – unter diesem Titel hat das BMBF am 17. Juni 2021 auf dem Hauptstadtkongress mit einer eigenen Session die bisherigen Erfolge der MII vorgestellt und die anstehenden Herausforderungen diskutiert. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF, hat die Session eröffnet. Danach folgten zwei moderierte Podiumsdiskussionen. Im ersten Panel wurde über die bisherige Arbeit in den geförderten Konsortien informiert und diskutiert.

Im Mittelpunkt des zweiten Panels standen die Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit. Insgesamt sechs Hubs wurden 2021 vom BMBF initiiert, um digitale Innovationen zu entwickeln und zu erproben, wie die regionale Zusammenarbeit zwischen Hausarztpraxen, Krankenhäusern sowie Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen intensiviert und verbessert werden kann.

Bereits am 16. Juni 2021, trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der MII auf ihrer Jahresversammlung und tauschten ihre Erfahrungen aus. Eine Dokumentation dieses Treffens finden Sie in Kürze auf der Homepage der MII: medizininformatik-initiative.de

Medizininformatik-Initiative – die Eckdaten

Für die Medizininformatik-Initiative der Bundesregierung stellt das BMBF von 2018 bis 2022 rund 200 Millionen Euro bereit.

Aufbau- und Vernetzungsphase (2018-2022): Das BMBF fördert vier Konsortien, die seit 2018 Datenintegrationszentren aufbauen. Anhand konkreter Anwendungsfälle wird der medizinische Mehrwert der entwickelten IT-Architekturen und Softwarelösungen in der Praxis demonstriert.

Ausbau- und Erweiterungsphase (2023-2025): Weitere Kliniken und Praxen sollen bewährte Lösungen übernehmen, damit Patientinnen und Patienten in Deutschland flächendeckend von den Fortschritten der Medizininformatik-Initiative profitieren.

Die digitalen FortschrittsHubs Gesundheit wurden 2021 vom BMBF ins Leben gerufen und werden mit rund 50 Mio. Euro gefördert. Hier vernetzen sich die Datenintegrationszentren der Unikliniken mit regionalen Partnern, um auch Daten aus der ambulanten Versorgung gemeinsam teilen und nutzen zu können.