Verbund

Methode zur permanenten nichtinvasiven Blutdrucksensorik und arteriellen Funktionsdiagnostik (Arteri-oSense)

Bluthochdruck (Hypertonie) ist der größte Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist damit eine wesentliche Determinante der häufigsten Todesursachen im Erwachsenenalter. Meistens entsteht eine Hypertonie durch das Zusammenwirken von Erbanlagen, Alter, Geschlecht und verschiedenen ungünstigen Ernährungs- und Lebensweisen. Studienergebnisse legen nah, dass fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland unter einem ärztlich diagnostizierten Bluthochdruck leidet. Auf Grund dieser hohen Prävalenz belastet der Bluthochdruck mit seinen Folgeschäden das Gesundheitssystem jährlich mit über 30 Milliarden Euro.

Derzeit scheitert die optimale und frühzeitige Versorgung der Patienten an mangelnden Verfahren für die Früherkennung der Hypertonie sowie der therapeutischen Differenzierung ihrer individuellen Krankheitsverläufe.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer kontinuierlichen, kabellosen, nichtinvasiven Blutdruckmessung. Dabei wird eine permanent am Unterarm tragbare Sensorik entwickelt, die eine hochauflösende Messung des arteriellen Flusses ermöglicht. Mit Hilfe dieser Daten erfolgt eine Bewertung der arteriellen Gefäßfunktion. Das Messsystem beruht auf einer Ultraschall-basierten Sensorik. Relevante Parameter der Gefäßfunktion (Elastizität, Widerstand, Druck und Fluss) werden vollständig erfasst und erlauben in Kombination mit weiteren gemessenen bzw. abgeleiteten Vitalparametern wie beispielsweise Sauerstoffpartialdruck, Elektrokardiogramm, Atmung/Atemfrequenz, Temperatur, Herzfrequenz, Herzratenvarianz, Stress-Level) erstmals eine Abgleichung mit Krankheitssymptomen, die typisch für bestimmte Bluthochdruck-Gruppen sind. Durch die frühe Sicherheit über die spezifische Erkrankung des Patienten können gezielt präventive Therapieschritte eingeleitet werden. Die Versorgung der Patienten kann optimiert und das Gesundheitssystem entlastet werden.