Einzelprojekt

MIVOS - Die Effekte von Mindestmengenregelungen in Krankenhäusern

Förderkennzeichen: 01KG2107
Fördersumme: 225.016 EUR
Förderzeitraum: 2021 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Dawid Pieper
Adresse: Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Institut für Versorgungs- u. Gesundheitssystemforschung
Seebad 82/83
15562 Rüdersdorf

Mindestmengen für Krankenhäuser legen fest, dass für bestimmte Eingriffe oder Behandlungen eine gewisse Anzahl dieser in einem Zeitraum (z. B. ein Jahr) durchgeführt werden soll. Bisherige Studien weisen darauf hin, dass eine höhere Leistungsmenge (d. h. Anzahl durchgeführter Eingriffe) mit besseren Therapieergebnissen im Zusammenhang steht. Da Mindestmengen Krankenhäuser mit kleinen Fallzahlen ausschließen, wird davon ausgegangen, dass Patienten in Krankenhäusern mit höheren Leistungsmengen behandelt werden und sich somit bessere Therapieergebnisse erzielen lassen. Obwohl viele Länder (auch Deutschland) Mindestmengen implementiert haben, ist der Wissensstand dazu noch nie systematisch aufbereitet worden. Daher wird in mehreren Datenbanken nach Studien gesucht, die die Effekte von Mindestmengen untersuchen. Da Mindestmengen für verschiedene Prozeduren theoretisch denkbar sind, wird dahingehend keine Einschränkung getroffen. Zu erwarten sind insbesondere Studien, die unterschiedliche Regionen miteinander vergleichen, wobei mindestens jeweils eine Region mit und eine ohne eine Mindestmengenregelung betrachtet wird, oder aber Studien, die innerhalb einer Region (z. B. Land) einen vorher-nachher-Vergleich durchführen. In der Mindestmengendebatte ist die Patientenperspektive bisher nur unzureichend berücksichtigt worden. Daher wird vorab unter Heranziehung von Patientenvertretern, Versorgungsforschern und Klinikern ein für solche Studien relevantes Set an Endpunkten erstellt, das in zukünftigen Studien verwendet werden sollte und gleichzeitig auch der Patientenperspektive Rechnung trägt.

Die systematische Übersichtsarbeit ist im Register „International prospective register of systematic reviews (PROSPERO)“ unter der Registernummer CRD42022318883 registriert.