Verbund

MOFA - Entwicklung computergestützter Methoden zur simultanen integrativen Analyse von Daten aus experimentellen "Multi-Omics” Ansätzen

Das Verbundprojekt MOFA beschäftigt sich mit dem Thema Datenanalyse, genauer gesagt mit Verbesserungen bei der Analyse sogenannter Multi-Omics-Daten. Die Omics-Technologien umfassen verschiedene Teilgebiete der Biologie wie beispielsweise die Proteomik, die sich mit der Gesamtheit der Proteine beschäftigt, die Genomik oder die Metabolomik. In allen Omics-Teilgebieten werden mit experimentellen Ansätzen große Datenmengen erzeugt. Diese Daten können mittels integrativer Datenanalyse am Computer verarbeitet und ausgewertet werden. Insbesondere die Omics-übergreifende Datenanalyse ist dazu geeignet, in der biomedizinischen Forschung durch vergleichende Studien wichtige Zusammenhänge aufzudecken. Mit ihrer Hilfe lassen sich innovative Lösungsansätze postulieren, die anschließend im Versuch wieder überprüft werden können. Trotz der Bedeutung und weit verbreiteten Nutzung experimenteller Multi-Omics-Ansätze existieren bislang nur wenige geeignete Computermodelle und Berechnungsmethoden für eine solche integrative Datenanalyse.

Hier setzt MOFA an: Im Rahmen des Projekts soll ein Werkzeugset für die Analyse von Multi-Omics-Daten entwickelt und in großem Maßstab verfügbar gemacht werden. Es ist geplant, das in der Arbeitsgruppe von Dr. Huber als Prototyp entwickelte Multi-Omics-Factor-Analysis-Werkzeug („MOFA“) umfassend zu erweitern und mit zusätzlichen Funktionen auszustatten. So sollen u.a. weitere statistische Bausteine hinzugefügt, essentielle Diagnostikprozesse und Konfigurationen automatisiert sowie die Bedienungssoftware nutzerfreundlich und robust gegen Fehler gestaltet werden.

Es ist vorgesehen, das Analyse-Werkzeugset insbesondere für die Belange in der biologischen und biomedizinischen Grundlagenforschung zu optimieren und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen grundlegenden Rahmen für die Omics-übergreifende Datenanalyse zur Verfügung zu stellen.

Teilprojekte

Teilprojekt Heidelberg I

Förderkennzeichen: 031L0171A
Gesamte Fördersumme: 266.245 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Dr. Wolfgang Huber
Adresse: Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL)
Meyerhofstr. 1
69117 Heidelberg

Teilprojekt Heidelberg I

Teilprojekt Heidelberg II

Förderkennzeichen: 031L0171B
Gesamte Fördersumme: 268.016 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Dr. Oliver Stegle
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum - Abteilung Bioinformatik der Genomik und Systemgenetik
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Teilprojekt Heidelberg II