Einzelprojekt

Nasaler High-Flow im Vergleich zur nicht-invasiven Beatmung bei der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung

Förderkennzeichen: 01KG2002
Fördersumme: 2.272.937 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Hubert Wirtz
Adresse: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Medizinische Klinik und Poliklinik I, Abt. für Pneumologie
Liebigstr. 20
04103 Leipzig

Bei einer akuten Verschlechterung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung mit erhöhtem pCO2 (Hyperkapnie) muss die Atmung unterstützt werden. Eine plötzliche Verschlechterung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, eine akute Exarbation (AECOPD) kann zu akutem Atemversagen führen, einer lebensbedrohlichen Erkrankung. 183 von 1.000 Patienten sterben während der AECOPD und 341 von 1.000 Patienten werden intubiert. Die nicht-invasive Beatmung (NIV) ist eine wirksame Behandlungsoption zur Verhinderung der Intubation. Allerdings tolerieren 10-30% dieser Patienten diese Art der druckbasierten Beatmungsunterstützung nicht. In wenigen Vorstudien konnte beobachtet werden, dass auch der nasale High-Flow (NHF) dem erhöhten Kohlendioxidgehalt bei einer plötzlichen Verschlechterung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung entgegen wirkt. Die Patientenverträglichkeit von NHF scheint vorteilhaft zu sein. Mit dieser Studie soll die Wirksamkeit beider Geräte (NIV und NHF) verglichen werden. Die Patienten werden nach der Aufnahme in das Krankenhaus entweder mit NIV oder NHF behandelt. Das primäre Ziel der Studie ist das Ermitteln der Versagensrate der zugewiesenen Atemunterstützungssysteme innerhalb von 72 Stunden nach Beginn der Atemunterstützung.