Einzelprojekt

Neoadjuvante Radiochemotherapie für resezierbare, nicht metastasierte Adenokarzinome des Pankreaskopfes (NEOPA)

Förderkennzeichen: 01KG1208
Fördersumme: 1.158.619 EUR
Förderzeitraum: 2013 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Jakob R. Izbicki
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Die Überlebensrate bei der häufigsten Form des Pankreaskrebses, dem duktalen Adenokarzinom, ist nach wie vor schlecht. In der Regel liegt die Rate der Patienten, die fünf Jahre nach Diagnosestellung noch am Leben sind bei ca. 5%. Durch eine alleinige Operation kann in der Regel keine Heilung erreicht werden, es entstehen häufig frühzeitige Rezidive im Bereich des Operationsgebietes sowie die Ausbildung von Fernmetastasen (v.a. Lunge, Leber, Bauchfell). Die Standardbehandlung besteht aktuell aus einer operativen Entfernung des Tumors mit nachfolgender Chemotherapie. Ob neben der Operation eine zusätzliche Kombinationstherapie aus Strahlen- und Chemotherapie zu einem verbesserten Langzeitüberleben bei Patienten führt ist bislang durch Studien nicht belegt. Ziel dieser Studie ist zu untersuchen, inwieweit eine kombinierte Strahlen- /Chemotherapie, verabreicht vor einer Operation, das Gesamtüberleben bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom verbessert. Die primäre Zielgröße ist eine Verbesserung der 3-Jahresüberlebensrate von 30% auf 42%. Es werden zwei Gruppen mit jeweils 205 Patienten gebildet. In der Kontrollgruppe werden Patienten direkt operiert und erhalten im Anschluss eine Chemotherapie, die Behandlungsgruppe erhält vor der Operation eine kombinierte Strahlen-/Chemotherapie gefolgt von einer Operation. Als Medikament zur präoperativen Chemotherapie wird Gemcitabin verwendet. Die Patienten werden zufällig einem der beiden Studienarme zugelost (randomisiert).