Verbund

NEURONICHE

Rückenmarksverletzungen führen häufig zu permanenten Lähmungen und/oder Verlust der Sinnesempfindung betroffener Körperregionen. Eine vollständige Heilung und Wieder­herstellung der Funktionalität ist bisher nicht möglich. Daher ist es das Ziel des Forschungs­verbundes „NEURONICHE“, Faktoren zu identifizieren, die die Heilung von Rückenmarks­verletzungen fördern.

Der Verbund verfolgt einen translationalen Forschungsansatz. Anders als bei Säugetieren verheilt bei Zebrafischen selbst eine komplette Durchtrennung des Rückenmarks. Dabei ist ein spezieller Bereich des Rückenmarks, die spinale Stammzellnische, wichtig. Die Stammzellnische produziert neues Gewebe, das durchtrennte Nervenverbindungen und damit die Funktionalität wiederherstellt. Dies geschieht bei Säugetieren hingegen nicht. Der Verbund untersucht, welche Faktoren im Zebrafisch die Stammzellnische aktivieren und testet die therapeutische Wirksamkeit dieser Faktoren in der Ratte und in menschlichem Gewebe. Erkenntnisse aus dem Projekt können die Entwicklung neuer Therapieansätze ermöglichen.

Der Verbund ist Teil des transnationalen ERA-NET NEURON und umfasst zwei Forschungs­gruppen aus Deutschland, sowie jeweils eine Gruppe aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Belgien und Polen. Von den deutschen Partnern trägt die TU Dresden mit der Durchführung von Wirkstoffscreenings und genetischen Analysen zu den Verbundzielen bei. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus führt vergleichende Analysen durch und testet die therapeutische Wirksamkeit der identifizierten Substanzen in der Ratte.

Teilprojekte

Reparatur von Rückenmarksverletzungen durch endogene Zellen der spinalen Stammzellnische

Förderkennzeichen: 01EW1708A
Gesamte Fördersumme: 150.001 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Dr. Michell Mario Reimer
Adresse: Technische Universität Dresden, Zentrum für Regenerative Therapien Dresden, DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster (CRTD)
Fetscherstr. 105
01307 Dresden

Reparatur von Rückenmarksverletzungen durch endogene Zellen der spinalen Stammzellnische

Rückenmarksverletzungen führen häufig zu permanenten Lähmungen und/oder Verlust der Sinnesempfindung betroffener Körperregionen. Eine vollständige Heilung und Wiederherstellung der Funktionalität ist bisher nicht möglich. Daher ist es das Ziel des Forschungsverbundes "NEURONICHE", Faktoren zu identifizieren, die die Heilung von Rückenmarksverletzungen fördern. Der Verbund verfolgt einen translationalen Forschungsansatz. Anders als bei Säugetieren verheilt bei Zebrafischen selbst eine komplette Durchtrennung des Rückenmarks. Dabei ist ein spezieller Bereich des Rückenmarks, die spinale Stammzellnische, wichtig. Die Stammzellnische produziert neues Gewebe, das durchtrennte Nervenverbindungen und damit die Funktionalität wiederherstellt. Dies geschieht bei Säugetieren hingegen nicht. Der Verbund untersucht, welche Faktoren im Zebrafisch die Stammzellnische aktivieren und testet die therapeutische Wirksamkeit dieser Faktoren in der Ratte und in menschlichem Gewebe. Erkenntnisse aus dem Projekt können die Entwicklung neuer Therapieansätze ermöglichen. Die TU Dresden untersucht, wie die Aktivierung von Stammzellen und Reparatur geschädigter Nervenverbindungen verbessert werden kann. Damit soll eine funktionelle Erholung gefördert werden.

Reparatur von Rückenmarksverletzungen durch endogene Zellen der spinalen Stammzellnische

Förderkennzeichen: 01EW1708B
Gesamte Fördersumme: 149.597 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Kirsch
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Reparatur von Rückenmarksverletzungen durch endogene Zellen der spinalen Stammzellnische

Das Projekt erforscht die Stammzellnische des Rückenmarks von mehreren Wirbeltierspezies mit unterschiedlichem Regenerationspotenzial. Damit sollen Mechanismen der fehlenden Heilung nach Rückenmarksverletzung im Menschen bzw. im Modellsystem Ratte erkannt werden und mögliche therapeutische Ansatzpunkte aufgezeigt werden. Die Zielstellung dieses Teilprojektes besteht in der speziesübergreifenden Analyse der Stammzellnische, sowie dem Vergleich der Regenerationfähigkeit. Weiterhin sollen therapeutische Ansätze aus dem Zebrafisch in einem Säugermodell geprüft werden. Dafür werden neue, optische Strategien der Gewebeanalyse (Schwingungsspektroskopie und färbefreie Multiphoton Mikroskopie) entwickelt.