Verbund

OPERATION

Die koronare Herzkrankheit verursacht hohe Kosten im Gesundheitssystem und zählt zu den häufigsten Todesursachen Europas. Bei dieser Erkrankung sind die Koronararterien durch Ablagerungen verengt oder blockiert und häufig entzündet. Dieser Prozess – Wissenschaftler sprechen auch von Arteriosklerose – kann bereits im jungen Erwachsenenalter beginnen und sich über Jahre fortsetzen. Die Krankheitssymptome sind vielfältig und reichen von Schmerzen hinter dem Brustbein bis hin zum Herzinfarkt. Es ist daher von hoher gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung, die Ursachen der Erkrankung besser zu verstehen.

Das transnationale Konsortium OPERATION hat das Ziel, Mechanismen aufzuklären, die zu entzündlichen Veränderungen der Blutgefäße führen. Im Projekt werden anhand von Biomarkern und bildgebenden Verfahren arterielle Gefäßwandentzündungen untersucht. Dadurch verspricht man sich anhand von Biomarker-Mustern verbesserte Vorhersagen bei Entzündungen der Gefäßwände treffen zu können und Aussagen zum Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung zu erhalten.

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbunds OPERATION mit einem deutschen, niederländischen und italienischen Partner. Dieser wird durch den niederländischen Partner koordiniert. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, konkrete Verbesserungen bei der Früherkennung und Prognose von koronaren Gefäßerkrankungen zu erlangen und Patientinnen und Patienten mit einem hohen Risiko für Gefäßentzündungen zu identifizieren.

Teilprojekte

Untersuchung der Bedeutung unterschiedlicher Monozytenphänotypen für die Prädiktion einer arteriellen Gefäßwandentzündung

Förderkennzeichen: 01KL1804
Gesamte Fördersumme: 195.000 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Koenig
Adresse: Deutsches Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München, Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen
Lazarettstr. 36
80636 München

Untersuchung der Bedeutung unterschiedlicher Monozytenphänotypen für die Prädiktion einer arteriellen Gefäßwandentzündung

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundes "OPERATION" mit einem deutschen und italienischen Partner und einem niederländischen Koordinator. Das Ziel des Gesamtprojektes besteht in der Erkennung entzündlicher Veränderungen der Gefäßwand durch die Kombination von Aktivationsmarkern aus Immunzellen zusammen mit umfänglichen Analysen des Metaboloms und Proteoms sowie der Charakterisierung einer arteriellen Gefässwandentzündung durch bildgebende Verfahren. Damit soll ein Biomarkermuster zur verbesserten Vorhersage einer Entzündung der arteriellen Gefäßwand und des damit einhergehenden erhöhten kardiovaskulären Risikos zu erhalten werden. Zur statistischen Auswertung der Daten kommen komplexe bioinformatische Ansätze zum Einsatz. Ein wesentliches Ziel des Vorhabens ist die Erfassung eines speziellen Biomarkermusters von verschiedenen Patientengruppen mit unterschiedlichem kardiovaskulären Risiko.