Verbund

Patientenorientierte onkologische Therapieunterstützung (Panther)

In Deutschland ist Krebs nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Aufgrund der hohen Kosten der Chemotherapie bei Tumorerkrankungen ist eine präzise und möglichst frühzeitige Beurteilung des Therapieansprechens für die Therapieplanung von enormer Wichtigkeit.

Bisher basiert die Beurteilung des Therapieansprechens lediglich auf der Tumorgröße. Die Etablierung neuer bildbasierter Tumoreigenschaften jenseits der visuellen Größe (z.B. 3-dimensionale Form, Vaskularisation, Heterogenität, therapie-assoziierte Dichteänderungen, Hämorrhagisierung etc.) sind hierbei vielversprechende Lösungsansätze.

Das Projekt patientenorientierte onkologische Therapieunterstützung (PANTHER) zielt darauf ab, auf Basis von Computertomographie-Bildern (CT-Bildern) frühere und präzisere The-rapieentscheidungen bei Tumorerkrankungen zu ermöglichen. Eine detaillierte und automatisierte medizinische Bildanalyse soll mit einem zu entwickelnden Expertensystem kombiniert werden, in das Versorgungs- und Erfahrungsdaten eingespeist werden. Das soll eine genauere Klassifizierung von Tumoren und Überwachung des Krankheitsverlaufs ermöglichen. Mit dieser kombinierten Technologie sollen die Veränderungen des Tumors im Laufe der Therapie besser sichtbar gemacht werden. Dadurch kann der Erfolg oder Misserfolg einer Therapie bereits nach kurzer Zeit bewertet werden und die Therapieentscheidung zum Nutzen des Patienten gegebenenfalls angepasst werden. So kann eine derartige Evaluation des Therapieansprechens einen frühzeitigen Therapiewechsel, hin zu einer potentiell wirksameren Option, einleiten. Des Weiteren kann diese genauere Analyse des Krankheitsverlaufs, durch eine genauere Einstellung der Medikation, Nebenwirkungen sowie Kosten reduzieren.

Ein Projektteil ist die Entwicklung neuartiger fotorealistischer Visualisierungstechnologien, die durch moderne 3D-Druckverfahren ergänzt werden. Dadurch wird Medizinern die Aufklärung und Einbeziehung von Betroffenen bei schwerwiegenden Therapieentscheidungen erleichtert. Den Patienten kann anhand der Modelle die Therapie anschaulich dargestellt werden