Personalisierte Pharmakotherapie in der Kardiologie – Bioinformatische Identifizierung und Validierung einer optimalen BiomarkersignaturNeue Seite

Förderkennzeichen: 01KU1910A
Fördersumme: 158.989 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Tim Beißbarth
Adresse: Georg-August-Universität Göttingen - Universitätsmedizin - Zentrum für Informatik, Statistik und Epidemiologie - Institut für Bioinformatik
Goldschmidstr. 1
37077 Göttingen

Kardiovaskuläre Erkrankungen spielen weltweit eine große Rolle für Morbidität und Mortalität. Durch evidenzbasierte Medizin – vorangetrieben vor allem durch multizentrische klinische Studien - konnte die Behandlung der koronaren Herzerkrankung (KHK) in den vergangenen Jahren verbessert werden. Die meisten dieser klinischen Studien wiesen zwar statistisch signifikante Unterschiede auf, zeigten insgesamt jedoch keine relevante Reduktion des Gesamtrisikos. Die derzeitige, einheitlich genutzte Pharmako(lipid)therapie bei KHK-Patientinnen und -Patienten kann das Auftreten sekundärer ischämischer Ereignisse nicht ausreichend reduzieren und vernachlässigt die genetische und phänotypische Individualität des einzelnen Patienten. Neue, innovative Methoden zur Individualisierung der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind daher dringend erforderlich. Innerhalb des "MATCH"-Konsortiums wird daher ein interdisziplinärer und translationaler Ansatz genutzt, und Expertise aus den Bereichen Kardiologie, Epidemiologie, Bildgebung, Bioinformatik, Statistik und Molekularbiologie vereint. "MATCH" baut auf bereits bestehenden Phänotyp-Genotyp-Daten verschiedener klinisch-kardiovaskulären Lipidstudien, Daten zur funktionellen Bildgebung, Daten und Biomaterialien klinisch-epidemiologischer Kohorten, bioinformatischen Methoden und Tiermodellen auf. In einem ersten Schritt werden verschiedene "Omics"-Analysen in Bioproben der klinischen Studien durchgeführt. Die Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf übernimmt hierzu "omics"-Untersuchungen, die Validierung der Biomarker-Signatur in Kohorten und klinischen Studien sowie die Verbundkoordination. Das Verbundvorhaben "MATCH" wird durch die Förderinitiative "ERA-PerMed" unterstützt und besteht aus insgesamt vier Projektpartnern.