Einzelprojekt

Prospektive randomisierte, doppel-blinde und plazebo-kontrollierte klinische Studie mit Hydroxychloroquin (HCQ) bei Patienten mit einer entzündlichen Osteoarthritis (OA) der Hände (OA TREAT)

Förderkennzeichen: 01KG1106
Fördersumme: 2.949.668 EUR
Förderzeitraum: 2012 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Gerd-Rüdiger Burmester
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Entzündliche Arthrose (sog. "Gelenkverschleiß") gilt als eine der häufigsten Erkrankung des Bewegungsapparates, die zu Schmerzen, Schwellungen, Steifigkeit und Verformungen in und um das betroffene Gelenk und letztlich zu einem allmählichen Funktionsverlust des Gelenks führt. Diese Erkrankung ist keine Krankheit nur älterer Menschen, sondern tritt auch häufig im erwerbsfähigen Alter in der jüngeren Bevölkerung auf. Daher ist es nicht nur aus Sicht der betroffenen Patienten sondern auch aus gesundheitsökonomischer Sicht von besonderer Bedeutung, eine frühzeitige Behandlung der Erkrankung zu finden. Hydroxychloroquin (HCQ) ist ein krankheitsveränderndes Medikament für die Behandlung von verschiedenen rheumatischen und dermatologischen Erkrankungen, das in der täglichen Praxis auch schon für die Behandlung der entzündlichen Arthrose eingesetzt wird. Oberstes Ziel der Studie ist es daher, prospektiv, placebo-kontrolliert, doppel-blind und GCP-konform die Wirksamkeit von HCQ bei der entzündlichen Arthrose der Hand zu untersuchen. Hierzu werden in der Rekrutierungsphase 510 Patienten in die Studie aufgenommen, der Behandlung mit HCQ oder Placebo zugeordnet und prospektiv bezüglich zwei primärer Endpunkte hin untersucht: Schmerzen und Funktionsfähigkeit der Hand (gemessen mit dem Australian-Canadian Osteoarthritis Index; AUSCAN-Fragebogen) sowie Fortschreiten der Erkrankung, bestimmt über Röntgenaufnahme (radiologische Progression). Demonstriert die Studie die Überlegenheit der HCQ-Behandlung gegenüber Placebo, so ergibt sich eine neue therapeutische Option für die Behandlung der entzündlichen Arthrose. Dies würde für die Betroffenen zu einer Steigerung der Lebensqualität durch Schmerzreduktion und Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Hände führen. Aus gesundheitsökonomischer Sicht könnten gerade bei jüngeren Patienten Berufsausfälle und frühzeitige Berentung vermieden werden.