Einzelprojekt

Randomisierte Phase III Studie zu niedrig dosiertem Cytarabin und Etoposid mit oder ohne All-trans Retinsäure bei älteren, für eine intensive Chemotherapie ungeeigneten Patienten mit einer akuten myeloischen Leukämie und NPM1 Genmutation

Förderkennzeichen: 01KG1004
Fördersumme: 1.574.286 EUR
Förderzeitraum: 2010 - 2018
Projektleitung: Dr. Richard Schlenk
Adresse: Universität Ulm, Universitätsklinikum, Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Innere Medizin III
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm

Ältere AML-Patienten, die nicht für eine intensive Chemotherapie in Frage kommen, sind gekennzeichnet durch eine hohe Anbindungsrate an Kliniken (extensive supportive Therapie in Form von Bluttransfusionen, Behandlung von Infekten durch Antibiotika, chemotherapeutische Kontrolle der leukämischen Zellen, etc.). Hauptziel des Forschungsprojektes ist es, eine Verbesserung der Rate an Remissionen und des Überlebens dieser Patienten, damit Verminderung der hohen Anbindungsrate an eine Klinik und Verringerung der Kosten für supportive Maßnahmen und Einsparung im Gesundheitswesen bei Wirksamkeit der neuen Therapiestrategie zu erreichen. In der Studie soll der Einfluss von All-trans-Retinsäure als Zusatz zu einer niedrig dosierten Chemotherapie mit Cytarabin und Etoposid auf das Gesamtüberleben bei älteren, für eine intensive Chemotherapie ungeeigneten Patienten mit akuter myeloischer Leukämie mit NPM1 Genmutation untersucht werden. Weiterhin soll die Effizienz dieser Therapie anhand der Rate an kompletten Remissionen, kumulativer Inzidenz an Rezidiven und Todesfällen in kompletter Remission untersucht und die Toxizität dieser Therapie sowie die Krankenhausverweildauer und Lebensqualität gemessen werden. Außerdem soll die Häufigkeit von NPM1 Genmutationen und von krankhaften genetischen Veränderungen bei älteren, für eine intensive Chemotherapie ungeeigneten Patienten analysiert werden.