Teilprojekt eines Verbundes

Reparatur von Rückenmarksverletzungen durch endogene Zellen der spinalen Stammzellnische

Förderkennzeichen: 01EW1708A
Fördersumme: 150.001 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Dr. Michell Mario Reimer
Adresse: Technische Universität Dresden, Zentrum für Regenerative Therapien Dresden, DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster (CRTD)
Fetscherstr. 105
01307 Dresden

Rückenmarksverletzungen führen häufig zu permanenten Lähmungen und/oder Verlust der Sinnesempfindung betroffener Körperregionen. Eine vollständige Heilung und Wiederherstellung der Funktionalität ist bisher nicht möglich. Daher ist es das Ziel des Forschungsverbundes "NEURONICHE", Faktoren zu identifizieren, die die Heilung von Rückenmarksverletzungen fördern. Der Verbund verfolgt einen translationalen Forschungsansatz. Anders als bei Säugetieren verheilt bei Zebrafischen selbst eine komplette Durchtrennung des Rückenmarks. Dabei ist ein spezieller Bereich des Rückenmarks, die spinale Stammzellnische, wichtig. Die Stammzellnische produziert neues Gewebe, das durchtrennte Nervenverbindungen und damit die Funktionalität wiederherstellt. Dies geschieht bei Säugetieren hingegen nicht. Der Verbund untersucht, welche Faktoren im Zebrafisch die Stammzellnische aktivieren und testet die therapeutische Wirksamkeit dieser Faktoren in der Ratte und in menschlichem Gewebe. Erkenntnisse aus dem Projekt können die Entwicklung neuer Therapieansätze ermöglichen. Die TU Dresden untersucht, wie die Aktivierung von Stammzellen und Reparatur geschädigter Nervenverbindungen verbessert werden kann. Damit soll eine funktionelle Erholung gefördert werden.