Teilprojekt eines Verbundes

RNA-Code

Das Verbundprojekt RNA-Code beschäftigt sich mit Ribonukleinsäuren (RNAs), genauer gesagt mit der Regulation der Expression von Rezeptoren an der Zelloberfläche durch nicht-kodierende RNAs. Im Gegensatz zu regulären (kodierenden) RNAs, die Sequenzinformationen zur Biosynthese von Proteinen enthalten, haben nicht-kodierende RNAs vor allem regulatorische Aufgaben. Die im Rahmen des Projekts untersuchten Rezeptoren – die sogenannten Integrine – sind eine wichtige Komponente für den Prozess der Zelladhäsion, also die Anhaftung von Zellen auf anderen Oberflächen. Sie sind an der Entstehung zahlreicher Krankheiten beteiligt und daher interessante pharmazeutische Ziele. Der Ansatz, diese Integrine über regulatorische nicht-kodierende RNAs zu beeinflussen, ist daher eine mögliche neue Behandlungsoption bei verschiedenen Krankheiten.
Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von verschiedenen Hochdurchsatz-Verfahren die an der Zelladhäsion beteiligten nicht-kodierenden RNAs zu identifizieren. Ihr Einfluss auf die Expression von Integrinen und ihren Transport an die Zelloberfläche soll analysiert werden. Alle experimentellen Daten werden in mathematischen Modellen abgebildet, um Netzwerke von Interaktionen der RNAs genauer zu untersuchen. In einem nächsten Schritt sollen dann Interferenz-RNAs hergestellt werden, die spezifisch die wichtigen nicht-kodierenden RNAs blockieren.
Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt zu einem tieferen Verständnis von grundlegenden Regulationsprozessen der Genexpression. Sie können als Grundlage für mögliche Therapien mittels Interferenz-RNA dienen. Die entwickelten Methoden können in der Untersuchung verschiedene Krankheiten, an denen Integrine beteiligt sind, angewandt werden.
Alle sieben Teilprojekte des Verbundes werden an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg durchgeführt.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Teilprojekt Heidelberg

Förderkennzeichen: 031A298
Gesamte Fördersumme: 1.459.585 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Dr. Holger Erfle
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, BioQuant Zentrum
Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Teilprojekt Heidelberg