Verbund

Self-administered Psycho-TherApy-SystemS (SELFPASS)

Förderkennzeichen: 13GW0157 A-D
Fördersumme: 2.172.660 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2018
Projektleitung: Prof. Rüdiger Zarnekow
Adresse: Technische Universität Berlin FG für Informations- und Kommunikationsmanagement
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin

Das Risiko im Laufe seines Lebens an einer Depression zu erkranken liegt bei 16-20 Prozent. Derzeit leiden etwa 4 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland an Depressionen. Die durch die Krankheit verursachten Kosten werden auf bis zu 22 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Die Versorgung bei psychischen Erkrankungen wird vor allem durch fehlende Behandlungsressourcen erschwert. Im Projekt SELFPASS wird eine therapeutische Softwarelösung für Patienten mit Depressionen geschaffen. Durch gezielte Behandlungen, angepasst an die psychische Ausgangslage, soll der Patient Unterstützung und eine Besserung der erlebten seelischen Situation erfahren.

Die zu entwickelnde Software soll ein Selbstmanagement der Erkrankung, unabhängig von fachlichem Support und Personal ermöglichen. Mit Hilfe der digitalen Selbsteinschätzung zum Ausmaß der seelischen Belastung ermöglicht die intelligente Software nicht nur eine Quantifizierung und Protokollierung der Symptomatik, sondern bietet auch praktische Schritte für ein Selbstmanagement an.

Dazu werden neben der Selbsteinschätzung auch objektivierbare Daten wie Biosignale (z.B. durch intelligente Fitnesstracker) und standortabhängige Umweltinformationen (Pollen-, Wetterinfo, usw.) erfasst. Die SELFPASS-Therapieplattform wird als selbstlernendes System konzipiert, das dem teilnehmenden Patienten personalisierte und verlaufsadaptierte Therapieeinheiten und Unterstützung anbietet. Die Self-Monitoring-Daten der Teilnehmer werden mit den Umweltdaten zusammengeführt. Diese wertet die Software aus und bietet den Anwendern Analysen und Feedbacks, wie z.B. ortsabhängige Risikoeinschätzungen und Warnungen.