Verbund

SMARTACT

Ziel des Verbundvorhabens SMARTACT ist es, mit Hilfe des Einsatzes mobiler Technologien (Smartphones) das Gesundheitsverhalten der Menschen langfristig zu verbessern. Hierzu sollen die verschiedenen Lebensumwelten der Menschen einbezogen werden, wie etwa Familie und Arbeitsplatz. Entscheidendes Veränderungspotenzial im Gesundheitsverhalten wird in den Bereichen Ernährung und körperliche Aktivität gesehen. Im Zentrum des Verbundes steht die Entwicklung und Erprobung der sog. SAMRTACT-Toolbox, die eine unmittelbare Rückmeldung zum ausgeführten Gesundheitsverhalten ermöglicht. Darüber hinaus soll diese SAMRTACT-Toolbox auch gesundheitsökonomisch evaluiert werden.

Teilprojekte

Verbundkoordination und TP 1, 2 , 3, 6 und 7: Individuelle und kontext-basierte Interventionen in Echtzeit zur Förderung des normalen Ernährungsverhaltens und der körperlichen Aktivität unter Einsatz mobiler Technologien

Förderkennzeichen: 01EL1420A
Gesamte Fördersumme: 1.871.770 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Britta Renner
Adresse: Universität Konstanz, Fachbereich Psychologie, Arbeitsgruppe Psychologische Diagnostik
Universitätsstr. 10
78464 Konstanz

Verbundkoordination und TP 1, 2 , 3, 6 und 7: Individuelle und kontext-basierte Interventionen in Echtzeit zur Förderung des normalen Ernährungsverhaltens und der körperlichen Aktivität unter Einsatz mobiler Technologien

Ziel innerhalb des Projektes SMARTACT ist es, in Form einer open-access Toolbox Interventionen zu entwickeln und zu testen, mit denen das gesunde Ernährungsverhalten und die körperliche Aktivität unter Einsatz mobiler Technologie gefördert werden. Die Universität Konstanz führt die Teilprojekte Verbundkoordination, 1, 2, 3, 6 und 7 durch. Die Konstanzer Life-Studie (TP 1) stellt Daten zu Baseline und Follow-up der an den Interventionsstudien teilnehmenden Personen bereit. Die Teilprojekte 2 SMARTMOTIVE und 3 SMARTEMOTION entwickeln Interventionen zur Förderung des Gesundheitsverhaltens, die auf individuellen Verhaltensmustern und deren psychologischen und situativen Determinanten („trigger") sowie deren zeitlichem Zusammenspiel („timing signature") basieren. In Teilprojekt 6 SMARTMOBILITY werden die einzelnen Module der SMARTACT Toolbox für die mobile Anwendung technisch umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Teilprojekt 7 SMARTECONOMICS betrachtet die Kosteneffizienz der entwickelten Instrumente aus gesundheitsökonomischer Perspektive. SMARTACT umfasst zwei übergeordnete thematische Bereiche: SMARTFOOD (TP1-3) und SMARTMOVE (TP 5 & 4) sowie die zwei methodischen Bereiche SMARTMOBILITY (TP 6) und SMARTECONOMICS (TP 7), die zur Entwicklung der SMARTACT-Toolbox und deren ökonomischer Beurteilung dienen. In Teilprojekt 1, der Konstanzer Life-Studie, werden für die Evaluierung gesundheitsbezogene Daten in Form einer prospektiven Studie mit 3 Messzeitpunkten erfasst (Baseline Monate 13/14, erster Follow-up in den Monaten 29/30, zweiter in den Monaten 65/66). In der Zeit zwischen den Erhebungen von Teilprojekt 1 werden die mobilen Interventionen in unterschiedlichen Kontexten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Monaten 15 bis 28 von den Teilprojekten 2 bis 5 durchgeführt. Die Monate 31 bis 36 dienen der Datenanalyse und der Vorbereitung wissenschaftlicher Publikationen.

TP 5: SMARTJOB - Mobile Echtzeitinterventionen im Arbeitskontext

Förderkennzeichen: 01EL1420B
Gesamte Fördersumme: 359.878 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Sonnentag
Adresse: Universität Mannheim, Fakultät für Sozialwissenschaften, Fachbereich Psychologie, Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Schloss - Ehrenhof Ost
68161 Mannheim

TP 5: SMARTJOB - Mobile Echtzeitinterventionen im Arbeitskontext

SMARTJOB als Teil des Verbundvorhabens SMARTACT verfolgt das Ziel, mobile Interventionen zur Förderung der körperlichen Aktivität und der gesunden Ernährung am Arbeitsplatz zu entwickeln und zu testen. Dabei sollen zwei im Arbeitskontext leicht anwendbare Interventionen verglichen und mit einer "Standard Care" Kontrollgruppe kontrastiert werden. SMARTJOB zielt außerdem darauf ab zu prüfen, inwieweit spezifische Merkmale des Arbeitskontexts (Arbeitsstressoren, Organisationales Gesundheitsklima) die Wirksamkeit mobiler Interventionen beeinflussen. SMARTJOB basiert auf einer randomized-control Studie mit drei Gruppen: 1) Kontrollgruppe ohne Intervention „Standard Care" (SC), 2) mobile arbeitsbezogene Intervention zur Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung am Arbeitsplatz mittels Intentionsbildung, Handlungsplanung und Handlungskontrolle, und 3) mobile arbeitsbezogene Intervention zur Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung am Arbeitsplatz mittels Intentionsbildung, Handlungsplanung und Handlungskontrolle mit zusätzlichen motivierenden Triggern, die auf Stressprofilen basieren. Beide mobile Interventionen werden auf Smartphones implementiert und beinhalten individualisiertes Feedback.

TP 4: Mobile familien-basierte Intervention zur Förderung des Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens

Förderkennzeichen: 01EL1420C
Gesamte Fördersumme: 317.900 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Alexander Woll
Adresse: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Sport und Sportwissenschaft
Engler-Bunte-Ring 15
76131 Karlsruhe

TP 4: Mobile familien-basierte Intervention zur Förderung des Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens

Ziel des Forschungsprojektes SMARTFAMILY als Teil des Verbundvorhabens SMARTACT ist es, den Einfluss der familiären Umwelt auf das alltägliche Gesundheitsverhalten, insbesondere Ernährung und körperliche Aktivität, zu untersuchen. Hierbei wird eine familienbasierte Intervention entwickelt, die das Aktivitäts- und Ernährungsverhalten der Familienmitglieder fördert. SMARTFAMILY richtet sich an zwei Ebenen: das einzelne Familienmitglied (individuelle Ebene) und die Familie als Ganzes (Umweltebene). Durch die Kombination der beiden Interventionsebenen ist es möglich, individuelle Veränderungen des Verhaltens in den sozialen Kontext einzubetten und dort zu verankern. Dies sollte die Nachhaltigkeit der Veränderungen auf individueller Ebene verbessern. Die Intervention hat zum Ziel, relevante familienbezogene Variablen (z.B. gesundheitsbezogenes Familienklima, Kompetenz, Zufriedenheit, Zusammenhalt) sowie individuelle Faktoren zu beeinflussen, um das individuelle Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens zu verbessern. Die Intervention soll in „Echtzeit" über ein mobiles, smartphone-basiertes Tool erfolgen. In den Monaten 1 bis 12 wird die Intervention entwickelt, modifiziert und erprobt. Die Baseline-Datenerhebung im Rahmen der Konstanzer Life-Studie findet in den Monaten 13 und 14 statt (siehe Teilprojekt 1 des Verbundprojektes SMARTACT). Die Intervention wird in den Monaten 15 bis 28 durchgeführt. Die Dateneingabe und -bereinigung ist in Monat 30 abgeschlossen, Datenanalysen sind ab Monat 21 geplant. Die Vorbereitung von Manuskripten erfolgt von Monat 31 bis 36.