Verbund

SysToxChip

Das Verbundprojekt SysToxChip beschäftigt sich mit dem Thema Arzneimittelsicherheit. Im Rahmen des Projektes sollen neue Verfahren für die individuelle, Patienten-bezogene Überprüfung der Sicherheit von Arzneimitteln entwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von systembiologischen Methoden geeignete Reporter-Systeme zu entwickeln und zu evaluieren, die später für die individualisierte Erfassung von giftigen Wirkungen bzw. Nebenwirkungen von Arzneimitteln genutzt werden können. Dazu soll ein diagnostischer, mikro-fluidischer Multiorgan-Chip entwickelt werden. Dieser Chip beruht auf Patienten-spezifischen Stammzellen. Auf diese Weise sollen individuelle Risiken für die Schädigung von Leber und Niere erfasst und leberfunktionsabhängige toxische Wirkungen auf individueller Basis untersucht werden. Die zu entwickelnden Technologien werden die Grundlage für klinisch-diagnostische Tests im Chipformat bieten.
Es ist geplant, patientenspezifische Leber- und Nierenzellen aus ethisch unbedenklichen Stammzellen – den sogenannten induzierbaren pluripotenten Stammzellen (iPS) – herzustellen. Diese werden mit DNA-Konstrukten transfiziert, die eine quantitative Messung der Aktivierung von Stress-spezifischen Zielgenen mit Hilfe fluoreszierender Reportergene erlauben. Anschließend sollen diese auf einem Mikrochip kultiviert werden. Auf dem Mikrochip sind die beiden Zelltypen hintereinander in Kammern angeordnet, die mit Kanälchen miteinander verbunden sind und mit Flüssigkeit in einem zirkulären System durchspült werden, die den zu untersuchende Wirkstoff enthält. Der Effekt des Wirkstoffs und seiner Abbauprodukte auf Nieren- und Leberzellen wird durch die inserierten Stress-Reporter-Konstrukte anhand einer Biolumineszenz-Reaktion detektiert. Die spezifische Versuchsanordnung erlaubt es dann, etwaige toxische Nebenwirkungen eines Arzneimittels in einem physiologisch-relevanten System zu untersuchen.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Teilprojekt Jena I

Förderkennzeichen: 031A303A
Gesamte Fördersumme: 649.765 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Ralf Mrowka
Adresse: Universitätsklinikum Jena, Klinik für Innere Medizin III, Funktionsbereich Nephrologie
Am Nonnenplan 2
07743 Jena

Teilprojekt Jena I

Abgeschlossen

Teilprojekt Berlin I

Förderkennzeichen: 031A303B
Gesamte Fördersumme: 422.797 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Dr. Andreas Kurtz
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Teilprojekt Berlin I

Abgeschlossen

Teilprojekt Berlin II

Förderkennzeichen: 031A303C
Gesamte Fördersumme: 231.976 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Edda Klipp
Adresse: Humboldt-Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät, Institut für Biologie, Arbeitsgruppe Theoretische Biophysik
Invalidenstr. 42
10115 Berlin

Teilprojekt Berlin II

Abgeschlossen

Teilprojekt Heidelberg

Förderkennzeichen: 031A303E
Gesamte Fördersumme: 600.143 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Wölfl
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für Biowissenschaften, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg

Teilprojekt Heidelberg

Abgeschlossen

Teilprojekt München

Förderkennzeichen: 031A303F
Gesamte Fördersumme: 110.106 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Dr. Martin Seifert
Adresse: Genomatix GmbH
Bayerstr. 85 a
80335 München

Teilprojekt München

Abgeschlossen

Teilprojekt Jena II

Förderkennzeichen: 031A303G
Gesamte Fördersumme: 211.717 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Dr. Holger Becker
Adresse: Microfluidic ChipShop GmbH
Stockholmer Str. 20
07747 Jena

Teilprojekt Jena II

Abgeschlossen

Teilprojekt Mainz

Förderkennzeichen: 031A303H
Gesamte Fördersumme: 252.414 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Dr. Miguel Andrade
Adresse: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, FB 10 Biologie
Gresemundweg 2
55122 Mainz

Teilprojekt Mainz