Teilprojekt eines Verbundes

TP 5: Wirksamkeitsüberprüfung einer individualisierten, modularen Behandlung von Kindern mit affektiver Dysregulation und komorbiden Störungen

Förderkennzeichen: 01GL1741E
Fördersumme: 722.638 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Dr. Anja Görtz-Dorten
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Robert-Koch-Str. 10
50931 Köln

Affektive Dysregulation im Sinne einer übermäßigen Reaktivität auf negative Stimuli mit einer affektiven (Ärgergefühle) und einer verhaltensbezogenen (aggressives Verhalten) Komponente spielt als diagnoseübergreifendende Symptomatik im Rahmen von verschiedenen psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter eine zentrale Rolle und ihre Therapie ist bislang wenig evaluiert. Die individualisierte, modular aufgebaute Behandlung von Kindern mit affektiver Dysregulation und komorbiden Störungen beinhaltet zehn kognitiv-verhaltenstherapeutische Module, die auf empirisch evaluierten deutschen Behandlungsprogrammen basieren und ein Pharmakotherapie-Modul mit Psychostimulanzien für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen. Hauptziele der randomisierten Kontrollgruppenstudie sind 1) die Wirksamkeitsüberprüfung der individualisierten, modular aufgebauten Behandlung (24 Sitzungen) im Vergleich zur Routinetherapie von Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren mit substantiellen Residualsymptomen von affektiver Dysregulation nach einem internetbasierten Elterntraining (aus dem Teilprojekt ADOPT-online) und 2) die Evaluation von Moderatoren, Mediatoren, sowie 3) die Stabilität der Therapieergebnisse. Der primäre Ergebnisparameter ist das verblindete klinische Urteil für affektive Dysregulation, basierend auf einem Elterninterview.