Teilprojekt eines Verbundes

TP6: Epidermale Pathophysiologie

Förderkennzeichen: 01GM1902E
Fördersumme: 358.416 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: PD Mag. Dr. Georg Rosenberger
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin - Institut für Humangenetik
Martinistr. 52
20251 Hamburg

RASopathien sind eine Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, in der verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst werden. Gemeinsam ist ihnen, dass in den Körperzellen ein bestimmter Signalweg (der sogenannte RAS-MAPK-Signalweg) aufgrund von Veränderungen in verschiedenen Genen überaktiviert ist. Das Costello-Syndrom gehört zu dieser Gruppe. Sie ist durch typische Hautveränderungen charakterisiert, wie beispielsweise die Ausbildung von Papillomen, eine starke Verhornung und tiefe Furchen an Hand- und Fußflächen, übermäßiges Schwitzen und/oder spärliches und lockiges Haar. Die molekularen Grundlagen für diese Hautauffälligkeiten sind jedoch weitgehend unbekannt. In dem Vorhaben werden daher verschiedene Modellsysteme verwendet, um die Veränderungen detailliert zu charakterisieren und hautspezifische zelluläre Signalwege zu untersuchen. Dazu werden entweder die in der Haut vorherrschenden Zelltypus, die Keratinozyten verwendet sowie von Patienten abgeleitete, induzierte pluripotente Stammzellen, aus denen Keratinozyten ausgebildet werden. Ein Schwerpunkt der Analysen liegt auf den intrazellulären Transportmechanismen, die in Patienten mit Costello-Syndrom verändert sind. Dies kann dazu beitragen, neue mögliche Zielstrukturen für Medikamente zu definieren und somit die Therapie betroffener Patientinnen und Patienten zu verbessern.