Verbund

V - iMMunocell: Entwicklung minimal-invasiver Verfahren zur frühen Identifikation von Smouldering Myelom (SMM) Patienten

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Plasmazellen sind Zellen des Immunsystems und dienen der Produktion und Sekretion von Antikörpern. Es gibt unterschiedliche Plasmazellerkrankungen, Vorstufen des Multiplen Myeloms oder auch mit dem Multiplen Myelom einhergehende Begleiterkrankungen. Die meisten Patienten mit Multiplem Myelom leiden daher unter verschiedenen Krankheitssymptomen wie Knochenschmerzen, Blutarmut, Nierenfunktionsverschlechterung, gehäuften Infektionen und Knochenabbau. Das Smouldering Myelom (SMM) gilt als Vorstufe eines Multiplen Myeloms, Erkrankte haben ein hohes Risiko daran zu erkranken.

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung von minimal-invasiven Methoden zur Identifizierung von Patienten mit einem SMM. Es werden umfangreiche sequentielle Analysen während der Übergangsphase von einer gutartigen Vorläufererkrankung zum malignen Stadium durchgeführt. Das Forschungsprojekt wird langfristig dazu beitragen, dass frühzeitig eine maßgeschneiderte Therapie zur Vermeidung der Krankheitsprogression von Erkrankten entwickelt und damit der Krankheitsverlauf gemildert werden kann.

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Forschungsverbundes "iMMunocell- Entwicklung minimal-invasiver Verfahren zur frühen Identifikation von Smouldering Myelom (SMM) Patienten" im Rahmen des ERA-NET Translational Cancer Research (TRANSCAN). Gemeinsam arbeiten in diesem Verbund vier Arbeitsgruppen aus europäischen Partnerstaaten an der Lösung dieser Forschungsfrage. Das BMBF beteiligt sich an der Fördermaßnahme, um mit der transnationalen, koordinierten Zusammenarbeit eine möglichst schnelle Überführung innovativer Forschungsergebnisse in die Klinik zu unterstützen.

Teilprojekte

Entwicklung minimal-invasiver Verfahren zur frühen Identifikation von Smouldering Myelom (SMM) Patienten

Förderkennzeichen: 01KT1802
Gesamte Fördersumme: 281.723 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinische Klinik, Innere Medizin V, Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Entwicklung minimal-invasiver Verfahren zur frühen Identifikation von Smouldering Myelom (SMM) Patienten

Das übergeordnete Ziel von iMMunocell ist die Behandlung der Krankheitsursache statt der Krankheitssymptome. Hierzu werden minimal-invasive Methoden zur Identifizierung von Patienten mit einem Smouldering Multiplem Myelom (SMM) entwickelt, welche ein hohes Risiko haben, an einem aktiven, symptomatischen MM zu erkranken. Es werden umfangreiche sequentielle Analysen an Einzelzellen von zirkulierenden Tumor- und Immunzellen von Patienten während der Übergangsphase von einer gutartigen Vorläufererkrankung zum malignen Stadium durchgeführt. Durch die Evaluation von offenen Chromatinregionen mittels ATAC-Sequenzierung in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerstandort in Spanien und den dort durchgeführten RNA-Sequenzierungen wird ein erster Einblick in Steuerungsmechanismen des Transkriptoms der Zelle möglich. Welche Auswirkungen dies auf den pathogenetischen Übergang von der prämalignen Form des SMM in das aktive MM hat, wird im Rahmen des Projektes studiert. Die Entwicklung minimal-invasiver Algorithmen für maßgeschneiderte, präventive (Immun-)Therapieansätze beim SMM steht dabei im Vordergrund.