Einzelprojekt

Antiemetika bei moderater oder hochemetogener Chemotherapie: Ein systematisches Review mit Netzwerk-Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1510
Fördersumme: 160.385 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Bei verschiedenen Krebserkrankungen wird zur Behandlung der Erkrankung eine Chemotherapie durchgeführt. Als Nebenwirkung der Chemotherapie kommt es jedoch sehr häufig zu Übelkeit und Erbrechen, was die Patienten stark beeinträchtigen kann. Sie erhalten daher Medikamente, welche die Übelkeit und das Erbrechen lindern oder unterdrücken können, sogenannte Antiemetika. Allerdings gibt es derzeit keine einheitlichen Empfehlungen, welche Antiemetika zum Einsatz kommen sollen. Es besteht Forschungsbedarf, welche Substanzen den  größten Einfluss auf Übelkeit und Erbrechen bei den geringsten Nebenwirkungen aufweisen. Ziel dieses systematischen Reviews ist es, Nutzen und Risiken von Antiemetika bei der Behandlung Chemotherapie-verursachter Übelkeit und Erbrechen zu untersuchen und zu vergleichen. Hierzu werden bereits publizierte randomisierte klinische Studien analysiert und in einer systematischen Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metanalyse zusammengefasst. Die komplette Kontrolle über Übelkeit und Erbrechen in den verschiedenen Phasen der Chemotherapie stehen dabei im Fokus der Analysen. Darüber hinaus sollen durch die Auswertung der Anzahl der Sterbefälle und der an unerwünschten Ereignissen die Risiken des Einsatzes von Antiemetika abgeschätzt werden. Die Ergebnisse werden anschließend publiziert und können somit rasch in neue Behandlungskonzepte für den Patienten übertragen werden.