Einzelprojekt

Beziehung zwischen Leistungsmenge von Krankenhäusern und Ergebnisqualität in der Kniearthroplastik – eine systematische Übersichtsarbeit und nicht lineare Dosis-Wirkung Meta-Analyse

Förderkennzeichen: 01KG1805
Fördersumme: 180.599 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Dr. Dawid Pieper
Adresse: Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fakultät für Medizin, Humanmedizin, Institut für Forschung in der Operativen Medizin
Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln

Seit langer Zeit wird darüber diskutiert, ob eine höhere Leistungsmenge von Krankenhäusern (d.h. Anzahl an Eingriffen) mit einem besseren Behandlungsergebnis (z.B. niedrigere Komplikationsrate) einhergeht. Der Zusammenhang ist für einige Eingriffe gut belegt, jedoch nicht für die Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP). Trotzdem dürfen in Deutschland nur Krankenhäuser diesen Eingriff erbringen, sofern sie im Vorjahr mindestens 50 davon erbracht haben. Diese Forschungslücke soll daher geschlossen werden. Hierzu wird nach Studien gesucht, die Patienten mit Knie-TEP betrachten, die jedoch gleichzeitig danach unterschieden werden, wie viele Knie-TEPs ihr Krankenhaus erbracht hat. Hierzu werden mehrere bibliografische Datenbanken recherchiert sowie Experten kontaktiert, um alle Studien zu identifizieren. Die Ergebnisse werden aus den Studien herausgeschrieben und miteinander verglichen, während gleichzeitig auch bewertet wird, in wie weit das Ergebnis einer Studie z.B. aufgrund methodischer Schwächen verzerrt sein könnte. All diese Schritte orientieren sich dabei an international etablierten Standards. Die Ergebnisse der einzelnen Studien werden so aufbereitet, dass sie zusammengefasst werden können. Anstatt der Ergebnisse vieler einzelner Studien, werden mit Hilfe neuer statistischer Methoden alle relevanten Studien so zusammengefasst, als wäre es das Ergebnis einer einzigen Studie. Vorher wird überprüft, ob die Studien miteinander so gut vergleichbar sind, dass sie überhaupt als eine einzige Studie betrachtet werden können.