Einzelprojekt

Der nächste Schritt in der evidenzbasierten Schizophreniebehandlung. Individualisierung der Behandlung für wichtige Patientensubgruppen mittels Netzwerkmetaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1508
Fördersumme: 125 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Ziel des Vorhabens ist es, einen systematischen Review mit Netzwerkmetaanalyse über Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Antipsychotika bei wichtigen Subgruppen von Patienten mit Schizophrenie zu erstellen. In diese Untersuchung werden randomisiert-kontrollierte Studien über diese Subgruppen eingeschlossen. Die Ergebnisse für diese Subgruppen werden mit den Effekten in der Gesamtgruppe schizophrener Patienten verglichen. Zahlreiche Wirksamkeits- und Nebenwirkungsparameter sollen untersucht werden. Diese umfassen: Symptomatik der Schizophrenie gemessen mit ausreichend validierten Rating-Skalen (z.B. Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) oder Brief Psychiatric Rating Scale (BPRS); Klinisch relevantes Ansprechen auf die Therapie; Rückfall und Rehospitalisierung; Positivsymptome und Negativsymptome; Anzahl an Patienten, die das Vollbild einer Schizophrenie entwickeln (bei Subgruppen mit schizophrenem Prodrom); Substanzabusus (bei Subgruppen mit komorbidem Substanzmißbrauch); Studienabbruch aus irgendeinem Grund; Nebenwirkungen (allgemeine und spezifische); Subjektives Wohlbefinden und Lebensqualität; Soziale Funktionsfähigkeit. Der Ablauf des systematischen Reviews erfolgt nach folgendem Arbeitsplan: 1. Erstellung des Protokolls; 2. Veröffentlichung des Protokolls in PROSPERO; 3. Systematische Literaturrecherche; 4. Entscheidung über den Studieneinschluss unabhängig durch zwei Reviewer; 5. Datenextraktion (2 Reviewer unabhängig); 6. Anfrage bei Herstellerfirmen von Antipsychotika und Originalautoren nach fehlenden Daten; 7. Metaanalytische Berechnungen; 8. Schreiben des Reviews und Einreichung bei entsprechenden medizinischen Fachzeitschriften; 9. Peer-Review durch Fachzeitschrift, bei der die Übersichtsarbeit eingereicht wird; 10. Einarbeitung der Reviewerkommentare und Veröffentlichung.