Einzelprojekt

e:Med Nachwuchsgruppe PreNeSt: Untersuchung von Hirnnetzwerken durch nicht-invasive transkraniale Magnetstimulation zur Therapieoptimierung bei affektiven Störungen

Förderkennzeichen: 01ZX1507
Fördersumme: 1.635.008 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Roberto Goya-Maldonado
Adresse: Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Zentrum Psychosoziale Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie
von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen

Der Begriff affektive Störung bezeichnet eine Gruppe von psychischen Störungen, bei denen es über einen längeren Zeitraum hinweg zu Abweichungen von Stimmung und Antrieb gegenüber einem Normalbereich kommt. Der Affekt kann in Richtung Depression gedrückt oder in Richtung Manie gesteigert sein. Manchmal kann man den Patienten und Patientinnen nicht mit den etablierten Medikamenten und Therapien weiterhelfen - Transkraniale Magnetstimulation (TMS) ist ein neuartiges Verfahren, das helfen kann. Obwohl die TMS bereits als vielversprechende Behandlungsmethode eingesetzt wird, wurden die zugrundeliegenden krankheitsspezifischen Netzwerkstörungen bisher nur ungenügend untersucht. Ziel der Nachwuchsgruppe ist es, die durch TMS hervorgerufenen Veränderungen in den Hirnnetzwerken der Patienten und Patientinnen besser systematisch zu verstehen. Dafür werden Verfahren aus unterschiedlichen Disziplinen, wie z. B. der Neurowissenschaften, der Physik, der Psychologie und der Medizin, angewendet. Im Projekt werden zuerst personenbezogene Hirnnetzwerke bei gesunden Probanden mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) identifiziert und analysiert. So können die Auswirkungen und individuellen Veränderungen der Netzwerke bei unterschiedlichen TMS-Protokollen gemessen und verglichen werden. Anschließend wird die Möglichkeit untersucht, ob depressiv Erkrankte mit einer TMS-Behandlung effektiver und optimaler behandelt werden können.