Einzelprojekt

e:Med Nachwuchsgruppe SysMedOs: Integration von Oxidativem Stress in eine systemmedizinische Betrachtung von Fettleibigkeit und deren Komplikationen

Förderkennzeichen: 01ZX1509
Fördersumme: 1.314.760 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Maria Fedorova
Adresse: Universität Leipzig, Fakultät für Chemie und Mineralogie, Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum (BBZ)
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

Fettleibigkeit und ihre Folgeerkrankungen sind eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft: Jeder zweite Erwachsene ist heute übergewichtig, jeder fünfte Erwachsene hat starkes und krankhaftes Übergewicht und ist somit adipös. "Fettleibigkeit" oder auch "Adipositas" genannt ist ein bekannter Risikofaktor für Krankheiten wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Leber- und Nierenerkrankungen. Die Ursachen der Fettleibigkeit wurden in den letzten Jahren intensiv untersucht. Mittlerweile wird vermutet, dass Störungen im Stoffwechsel eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Adipositas spielen. Ziel des Vorhabens ist, die Rolle des sogenannten oxidativen Stresses bei Fettleibigkeit in einem systemmedizinischen Kontext zu untersuchen. Der Begriff "Oxidativer Stress" (OS) bezeichnet eine Situation, in der die Körperzellen nicht mehr in der Lage sind, die Balance zwischen reduzierenden und oxidierenden Stoffen auszugleichen. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Stoffen kann zu einer Schädigung der Zelle führen. Im Projekt werden klinische Parameter und Omics-Daten oxidierter Lipide und lipid-modifizierter Proteine sowie öffentlich zugängliche Omics-Literaturdaten kombiniert. Auf dieser Basis werden mathematische Modelle erstellt, die es ermöglichen metabolisch gesunde mit erkrankten Adipositas-Phenotypen zu vergleichen. Ziel ist dabei, potenzielle Biomarker zu entdecken und zugleich neue therapeutische und/oder diagnostische Ansätze zu finden.