Einzelprojekt

Erstellung von Cochrane Systematic Reviews zur Effektivität von nicht-pharmakologischen Interventionen zur Linderung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen

Förderkennzeichen: 01KG1502
Fördersumme: 143.934 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Bausewein
Adresse: Klinikum der Universität München, Campus Großhadern, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin
Marchioninistr. 15
81377 München

Bereits im Jahr 2009 wurde ein Cochrane Review über die Effektivität nicht-medikamentöser Therapien von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen (primärer und sekundärer Lungenkrebs, COPD, Lungenfibrose, Herzinsuffizienz, Motoneuronerkrankung) veröffentlicht. In der Zwischenzeit gibt es jedoch mehr als 50 neue Studien zum Thema. In Absprache mit der zugehörigen Review Group (Pain, Palliative and Supportive Care) soll in diesem Vorhaben nicht nur ein Update des alten Cochrane-Reviews, sondern eine weitere Differenzierung zwischen den verschiedenen Interventionen erarbeitet werden. Es ist geplant, den ursprünglichen Review in vier neue Reviews aufzuteilen: 1) Einzelkomponenten-Interventionen, 2) meditative Bewegungen, 3) psychologische und psychtherapeutische Interventionen und 4) komplexe Interventionen zur Linderung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen. Um jedoch den großen Überblick und Zusammenhang des Gesamtthemas weiterhin zu gewährleisten, sollen die Ergebnisse der vier Reviews, aber auch bereits bestehender oder geplanter Cochrane Reviews anderer Autoren zum Thema, in einem Overview Review anschaulich zusammengetragen, bewertet und gegenübergestellt werden. Die geplanten Cochrane-Reviews werden alle (quasi-)randomisierten Studien zusammentragen, die nicht-pharmakologische und nicht-invasive Interventionen für Atemnot bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen Erkrankungsstadien beschreiben. Die entsprechenden Protokolle werden in enger Zusammenarbeit mit der Cochrane Review Group erstellt und die einzelnen Reviews nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erstellt. Wo möglich, sollen Metaanalysen und Subgruppenanalysen durchgeführt werden. Ziel der geplanten Arbeiten ist es, den aktuellen Wissenstand bezüglich nicht-pharmakologischer Interventionen bei Atemnot so zusammenzutragen, dass den in diesem Bereich tätigen Akteuren eine möglichst übersichtliche, umfassende und vergleichende Beurteilung ermöglicht wird.