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Forschen für die Gesundheit - ein Leben lang

Im Laufe unseres Lebens verändern wir uns. Das wirkt sich auch auf unsere Gesundheit aus. Die Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ rückt daher die Besonderheiten der verschiedenen Lebensphasen und Bevölkerungsgruppen in den Fokus.

Familie picknickt am Fluss

Neben der genetischen Ausstattung haben zum Beispiel auch der soziale Status, das Geschlecht und das familiäre Umfeld Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

DLR Projektträger / BMBF

Ob Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien oder Asthma – sie alle zählen zu den Allergien und somit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Einige Kinder leiden ihr Leben lang unter den Symptomen, während andere schon bald wieder genesen. Auch im Erwachsenenalter erkranken noch viele Menschen an Allergien, eine spontane Genesung tritt bei ihnen allerdings nur noch sehr selten auf. Möglicherweise liegt genau hier ein wichtiger Schlüssel für künftige Therapien:

Denn Kindheit, Jugend, Erwachsenenleben und Alter haben ihre ganz eigenen Charakteristika. Und diese beeinflussen die Entstehung, den Verlauf und die Therapie von Erkrankungen. Die Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ widmet sich daher den Besonderheiten von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen: Von Kindern und Jugendlichen, Männer und Frauen, Erwerbstätigen sowie betagten Menschen. Das Ziel der Initiative ist es, dass die Menschen in Deutschland länger gesund bleiben oder schneller genesen.

So erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsverbundes CHAMP beispielsweise die kindliche Genesung von Allergien – auch um aus diesen Erkenntnissen Therapien für Erwachsene zu entwickeln. Der MOCCA-Verbund fokussiert sich auf die Darmkrebsvorsorge für Menschen ab 45 Jahren und mit unterschiedlichen Konzepten für Frauen und Männer. Und im Projekt SEEGEN werden Maßnahmen für Krankenhäuser entwickelt und implementiert, die dazu dienen, die Gesundheit der dort arbeitenden Menschen zu schützen. Der Vermeidung von Stürzen im Alter wiederum widmen sich die Forschenden des Verbundes LIFE-IS-LIFE. Sie haben ein Bewegungsprogramm entwickelt, das in die Haus- und Gartenarbeit integriert werden kann – und so nachhaltig im Alltag verankert wird.

Für Projekte wie diese stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell werden in diesem Zusammenhang 36 Verbundprojekte und 18 Einzelprojekte gefördert. Ziel dieser Projekte ist es, auf den spezifischen Bedarf der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ausgerichtete und damit noch wirkungsvollere Konzepte zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung zu erarbeiten.

Am 7. April ist Weltgesundheitstag!

Mit diesem Tag erinnert die Weltgesundheitsbehörde an ihre Gründung im Jahr 1948. Dafür wählt sie jedes Jahr ein anderes Thema, auf das sie an diesem Tag aufmerksam machen möchte. In diesem Jahr findet der Weltgesundheitstag unter dem Thema „Flächendeckende Gesundheit“ statt.

Das Fachgebiet, das sich der Vorbeugung von Erkrankungen, der Verlängerung der Lebensdauer sowie der allgemeinen Förderung von Gesundheit widmet, wird als Public Health bezeichnet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert zurzeit zahlreiche Forschungsprojekte mit dieser Zielsetzung, unter anderem durch die Initiative „Gesund – ein Leben lang“. Andere Public Health-Projekte stammen wiederum aus den Bereichen der Präventions-, Ernährungs- und Versorgungsforschung sowie aus der Epidemiologie und der Gesundheitsökonomie.