Fördermaßnahme

Grand Challenges Afrika – Forschung für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern

Veröffentlichung der Bekanntmachung:
Förderzeitraum: 2019 - 2023
Gesamte Fördersumme:
Anzahl der Projekte:

Mit seiner Unterstützung der Fördermaßnahme "Grand Challenges Afrika – Forschung für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern" trägt das BMBF zum EDCTP2 Programm bei, das von der Europäischen Union unterstützt wird. EDCTP

Einzelprojekte

Auf dem Weg zu einer afrikanischen Plattform für angeborene Anomalien

Förderkennzeichen: 01KA2213
Gesamte Fördersumme: 48.213 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Dr. Ali Sié
Adresse: Centre de Recherche en Santé de Nouna (CRSN)
Box 02 Nouna
0000 Kossi, BF

Auf dem Weg zu einer afrikanischen Plattform für angeborene Anomalien

Es handelt sich um einen Vorschlag für eine Pilotstudie, mit der die Durchführbarkeit der Erhebung von (Basis-)Daten über die Häufigkeit angeborener Anomalien im ländlichen Afrika, einschließlich der Messung des Kopfumfangs, und die Entwicklung von Labortests der ersten Wahl für Infektionserreger mit dem angeborenen Anomalien nachgewiesen werden sollen. Die Studie stützt sich auf ausgewählte Standorte des INDEPTH-Netzes (http://www.indepth-network.org/), die eine laufende, auf Nennern basierende Forschungsinfrastruktur bereitstellen, in die diese Studie eingebettet werden kann. Die Belastung durch angeborene Anomalien wird in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara nach wie vor unterschätzt, da es keine gut ausgebauten Überwachungssysteme gibt. Angeborene Anomalien können durch verschiedene Ursachen verursacht werden, wie etwa Infektionskrankheiten (Zika-Infektion und TORCHS). Die aktuelle Pilotstudie zielt darauf ab, die Wissenslücken über angeborene Anomalien zu schließen und die Machbarkeit einer App zur Diagnoseunterstützung in Afrika südlich der Sahara zu bewerten. Ziel dieser Studie ist es eine Basis für eine afrikanische Plattform zu schaffen auf der angeborene Anomalien und Geburtsfehler erfasst werden. Ziel 1: Sammlung von Basisdaten zu Kopfumfang, angeborene Anomalien und Geburtsfehler in ländlichen Gebieten in (West) Subsahara-Afrika; Ziel 2: Erfassung der Angebote für Kinder die mit einer Anomalie oder einem Geburtsfehler geboren werden und Ziel 3: Bereitstellung einer Basis für eine zukünftige Plattform für angeborene Anomalien und Geburtsfehler.

CLOMP - Zusammenhang zwischen Neugeborenen-Sepsis und den Cholesterolspiegeln bei Müttern und/oder ihren Neugeborenen: Protokoll für eine Kohorte von ugandischen Müttern und ihren Neugeborenen

Förderkennzeichen: 01KA2212
Gesamte Fördersumme: 47.316 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Dr Kenneth Ssebambulidde
Adresse: Infectious Diseases Institute Kampala
Upper Mulago Hill Road
7062 Kampala, Uganda

CLOMP - Zusammenhang zwischen Neugeborenen-Sepsis und den Cholesterolspiegeln bei Müttern und/oder ihren Neugeborenen: Protokoll für eine Kohorte von ugandischen Müttern und ihren Neugeborenen

Es wird weiter an der bereits laufenden Studie gearbeitet, bei der der Zusammenhang zwischen Cholesterolspiegeln bei Müttern und ihren Neugeborenen und Neugeborenen-Sepsis untersucht wird. Die Hauptziele der Studie sind es einen Zusammenhang zwischen Cholesterolspiegeln bei Müttern und ihren Neugeborenen und Neugeborenen-Sepsis genauer zu analysieren. Weitere Ziele beinhalten: 1) Besteht ein Zusammenhang zwischen auffälligen mütterlichen Cholesterol-Spiegeln mit einem erhöhten Risiko für Neugeborenen-Sepsis? 2) Beschreibung einer Korrelation zwischen mütterlichen Cholesterol-Spiegeln und Nabelschnur-Cholesterol-Spiegeln der Neugeborenen zum Zeitpunkt der Geburt. 3) Beschreibung eines Zusammenhangs zwischen Nabelschnur-Cholesterol-Spiegeln der Neugeborenen und Neugeborenen-Sepsis. 4) Beschreibung einer Korrelation zwischen Nabelschnur-Cholesterol-Spiegeln der Neugeborenen mit dem Cholesterol-Spiegel von peripheren mononukleären Zellen zum Zeitpunkt der Geburt mittels Durchflusszytometrie.

FibMat - Molekulare Point-of-Need-Diagnostik für die Gesundheit von Müttern mit Fasermatten

Förderkennzeichen: 01KA2211
Gesamte Fördersumme: 41.923 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Dr. Jesse Gitaka
Adresse: Mount Kenya University
General Kago Rd
00000 Thika, Kenia

FibMat - Molekulare Point-of-Need-Diagnostik für die Gesundheit von Müttern mit Fasermatten

Entwicklung von Maßnahmen um die Beteiligungen der männlichen Partner in der mütterlichen Gesundheitsversorgung zu fördern

Förderkennzeichen: 01KA2209
Gesamte Fördersumme: 53.099 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Malica de Melo
Adresse: International Center for Reproductive Health Mozambique
Rua des Flores no. 34
0000 Maputo, Mozambique

Entwicklung von Maßnahmen um die Beteiligungen der männlichen Partner in der mütterlichen Gesundheitsversorgung zu fördern

Eine Vielzahl von Studien haben gezeigt, dass sich die Anteilnahme/Beteiligung des Partners während der Schwangerschaft positiver auf die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen auswirkt . In Mozambique ist die Anwesenheit der Partner bei der Schwangerschaftsvorsorge sehr gering, nur 1-3% der Frauen werden von ihrem Partner begleitet, wohingegen Männer die oft die Hauptentscheider bei Entscheidungen bei der mütterlichen Gesundheitsversorgung sind. Dauerhafte Barrieren bei der Einbeziehung von Männern bei der mütterlichen Gesundheitsversorgung bestehen in Vorurteilen, wie dass bei der Schwangerschaftsvorsorge anwesende Männer HIV-positiv seien oder auch soziale Normen, Schwangerschaft und Geburt seien Frauenangelegenheiten. Bisherige Maßnahmen zur Einbeziehung von Männern fokussierten auf die Prävention zur HIV-Übertragung und die Identifizierung von Index-Patienten, die dazu beigetragen haben das HIV-Stigma rund um männliche Beteiligung zu verstärken. Aktuelle Maßnahmen beinhalten bevorzugte Behandlung von Paaren in Warteschlangen und das Aushändigen von Einladungskarten für Partner an unbegleitete Frauen. Leider haben diese Maßnahmen bisher nur wenig Erfolg gezeigt, im Gegenteil, die Geschlechter-Ungleichbehandlung wurde dadurch nur gefördert (z. B. wurden während des Beratungsgespräches primär die Partner angesprochen) und alleinstehende Frauen benachteiligt (längeres Anstehen in der Warteschlange). Die Hypothese ist, dass die männliche Beteiligung positiv durch eine neuartige Intervention gesteigert werden kann, in dem bei den oben genannten gezielt Gleichberechtigung adressiert und an verschiedenen Punkten angegriffen wird. Die Diskriminierung unbegleiteter Frauen sowie die HIV-Stigmatisierung sollen durch gesellschaftliches Engagement und durch die Einladung von Paaren zu speziellen Partner-Sprechstunden reduziert werden.

MatSepAfrica - Neuartige genomische Ansätze zur Untersuchung von Ursachen von mütterlicher Sepsis bei gebärenden Frauen in Sub-Sahara Afrika

Förderkennzeichen: 01KA2208
Gesamte Fördersumme: 19.798 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Annettee Nakimuli
Adresse: Makerere University
P.O.Box 7072
7062 Kampala, Uganda

MatSepAfrica - Neuartige genomische Ansätze zur Untersuchung von Ursachen von mütterlicher Sepsis bei gebärenden Frauen in Sub-Sahara Afrika

Bakterielle Sepsis ist eine der Hauptursachen für die Sterblichkeit von Müttern und Neugeborenen weltweit und verantwortlich für über 15% der Todesfälle von Müttern und Neugeborenen. Um Todesfälle durch Sepsis zu verhindern ist eine klare Kausaldiagnostik zu betreiben und effektive Therapiemöglichkeiten zu haben. Beides ist aber in Uganda und in Sub-Sahara Afrika nicht verfügbar. In diesem Projekt sollen neue Ansätze zu Infektionen während der Schwangerschaft erforscht werden. Dabei werden schwangere Frauen mit Fieber bei der Entbindung am Kawempe National Referral Hospital (KNRH) und entsprechende Kontrollgruppen untersucht. Die spezifischen Gesamt-Projektziele sind: 1) Vergleich von Pathogen-Profilen durch routinemäßige mikrobiologische Analysen (Blutkulturen, Urinanalysen, Malaria-Test, großes Blutbild) bei Frauen mit und ohne Fieber während der Entbindung am KNRH. 2) Vergleich der Prävalenz von Streptococcus agalactiae in Plazenta-Gewebeproben mittels qPCR bei Frauen mit und ohne Fieber während der Entbindung am KNRH. 3) Vergleich der Zusammensetzung und Diversität der nasalen und ano-vaginalen Mikrobiota bei Frauen mit und ohne Fieber während der Entbindung am KNRH. 4) Vergleich des Single-cell RNA seq Transkriptoms der Plazenta von Frauen mit und ohne plazentarer Malaria am KNRH.

Amandla Mama: Stärkung des mütterlichen Bewusstseins zur Optimierung des Verhaltens in der perinatalen Phase durch mHealth

Förderkennzeichen: 01KA2207
Gesamte Fördersumme: 39.719 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Prof. Yogan Pillay
Adresse: Clinton Health Access Initiative (CHAI) South Africa
166 Francis Baard St
0000 Hatfield, ZA

Amandla Mama: Stärkung des mütterlichen Bewusstseins zur Optimierung des Verhaltens in der perinatalen Phase durch mHealth

Die Amandla-Mama-Studie zielt darauf ab, eine narrative, videobasierte mHealth-Serie von "Mikrobotschaften" für die Perinatalphase zu optimieren. Dadurch soll gesundheitsbezogenes Wissen vermittelt werden, um das Gesundheitsverhalten der Mütter in der Perinatalphase zu optimieren. Verschiedene Aspekte werden vor der Geburt und nach der Geburt adressiert. Vor der Geburt stehen die Ernährung der werdenden Mutter, ihre psychische Gesundheit, das Bewusstsein für Auffälligkeiten in der Schwangerschaft und die Vermeidung von Alkohol- bzw. Drogenkonsum im Vordergrund. Nach der Geburt wird über das Stillen, das Erkennen von Auffälligkeiten beim Baby, der empfohlene Impfstatus des Babys und die Känguru-Methode informiert.

COCEFIN - Klinische Daten für die Kosteneffizienz der Nutzung eines drahtlosen Geräts zur Überwachung der Vitalparameter für Neugeborene in Kenia

Förderkennzeichen: 01KA2205
Gesamte Fördersumme: 19.162 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Assumpta Nantume
Adresse: Neopenda, PBC
West Chicago Avenue
0000 Chicago, USA

COCEFIN - Klinische Daten für die Kosteneffizienz der Nutzung eines drahtlosen Geräts zur Überwachung der Vitalparameter für Neugeborene in Kenia

Die Kindersterblichkeit in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen ist immer noch überdurchschnittlich hoch. Viele Todesfälle treten in den ersten Tagen nach der Krankenhausaufnahme der Patientinnen und Patienten auf. Die Messung von Vitalfunktionen ist ein wichtiger Bestandteil vieler Best-Practice-Leitfäden in der Versorgung Neugeborener. Es ist anzunehmen, dass 41.72% der Todesfälle bei Neugeborenen durch eine angemessene, kontinuierliche Überwachung der lebenswichtigen Parameter verhindert werden kann. Das NeoGuard-Gerät ist ein von Neopenda entwickeltes Stirnband zur Überwachung der Vitalparameter. Die Vitalparameter verschiedener Neugeborener werden parallel auf ein Tablet übertragen. Bei kritischen Schwankungen wird ein Warnsignal durch das Tablet ausgelöst. Die Stirnbänder wiegen 15g und nutzen nicht-invasive Sensoren. In diesem Vorhaben soll der klinische Nutzen des Einsatzes des NeoGuard-Geräts in einer klinischen, cluster-randomisierten Studie mit ca. 2.000 Neugeborenen gemessen werden. Primäre Endpunkte sind die Reaktionszeit vom Pflegepersonal sowie Änderungen maßgeblicher Morbiditätsfaktoren wie beispielsweise Komplikationsraten, oder durchschnittliche Dauer des Krankenhausaufenthalts bzw. Häufigkeit der Wiederaufnahmen in 28 Tagen.

MAP-IPV Wutmanagement zur Vermeidung intimer Gewalt während der Schwangerschaft per mobiler App

Förderkennzeichen: 01KA2204
Gesamte Fördersumme: 44.329 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Dr. Christine Musyimi
Adresse: Africa Mental Health Research and Training Foundation (AMHRTF)
Matumbato Road
0000 Nairobi, Kenia

MAP-IPV Wutmanagement zur Vermeidung intimer Gewalt während der Schwangerschaft per mobiler App

Das Vorhaben zielt darauf auf, die Gewalt in der Partnerschaft auf schwangere Frauen zu reduzieren. Dafür werden verschiedene Strategien zur Aggressionsbewältigung über eine mobile App potenziellen Tätern zur Verfügung gestellt. Mit dem Vorhaben sollen folgende Ziele Erreicht werden: 1. Durch den Dialog soll ein Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter geschaffen werden und mit der engmaschigen, psychoedukativen Begleitung durch das Vorhaben werden potenzielle Teilnehmende über die Grundlage des neuen Ansatzes informiert und rekrutiert. 2. Es soll ein kulturell angemessenes Programm zur Überwachung von Aggressionen und der Unterstützung des Umgangs mit Aggressionen durch die Anpassung bestehender evidenzbasierter Konzepte der kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt werden 3. Es soll eine vergleichende Pilotstudie zur Wirksamkeit des Aggressionsmanagement durchgeführt werden. Dabei wird die Wirksamkeit der App mit der Wirksamkeit eines einmaligen Trainings in Präsenz verglichen.

Grand Challenges Africa – Joint Call on Mother, Neonatal and Child Health

Förderkennzeichen: 01KA1911
Gesamte Fördersumme: 1.328.564 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Dr. Moses Alobo
Adresse: African Academy of Sciences (AAS)
8 Miotoni Lane, Karen
00502 Nairobi, KE

Grand Challenges Africa – Joint Call on Mother, Neonatal and Child Health

Die Afrikanische Akademie der Wissenschaften (AAS), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) haben sich zusammengeschlossen, um afrikanische Forscherinnen und Forscher bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen (SDGs), insbesondere für das Nachhaltigkeitsziel 3 "Gesundheit und Wohlergehen für alle Menschen jeden Alters". Zu diesem Zweck wird eine Förderbekanntmachung zur Verbesserung der Mütter-, Neugeborenen- und Kindergesundheit veröffentlicht. Im Rahmen der Förderbekanntmachung sollen neue und innovative Ansätze, Interventionen, Instrumente und neue Kombinationen bestehender Ansätze für die Behandlung und Prävention zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern in Afrika entwickelt werden. Wichtig bei den geförderten Projekten ist, dass die Ansätze auf die Gesundheitssysteme vor Ort skalierbar sind und so möglichst schnell zu einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen. Durch die deutsche Finanzierung wird die Zahl der Geber der AAS/AESA erhöht und damit das Risiko einer geringen Zahl von Gebern verringert. Durch die Zusammenarbeit mit Deutschland wird AESA auch Erfahrungen im Umgang mit einem neuen Geberland sammeln und sich weiter als zentrale Forschungsförderorganisation länderübergreifend in Afrika etablieren.